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Nach Op Kündigung?

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  • Nach Op Kündigung?

    Hallo Forengemeinde.
    ​​​​​​Folgender Fall .Ich (verheiratet 1Kind) arbeite seit ca. 8 Monaten in einem kleinen Betrieb mit 6 Angestellten.
    Vor 4 Wochen musste ich mich, nach einem Freizeitunfall einer Bandscheiben-op unterziehen, da ich Ausfallerscheinungen hatte. Hab meinen Chef nur kurzfristig informieren können, da Eile geboten war.
    Nach der Op hab ich den AG angerufen und ihm gesagt, dass ich nun erstmal 2 Wochen Krankgeschrieben bin und danach ich zum Arzt muß zur Nachuntersuchung. Jedoch falle ich länger aus und schicke die Krankmeldungen immer per Post , da ich mindestens 4 Wochen nicht Auto fahren darf. Auch kann ich mich kaum bewegen. Daraufhin wurde mir gesagt, dass ich dies absichtlich so gemacht hätte und sie von einer dritten Person erfahren hätten, dass ich im Sommer vorhätte auf Reha zu gehen .Ich hab versucht dies richtig zu stellen und ich von der Op und der Reha nur kurz vor dem jeweiligen Telefonat erfahren habe. Das glaubt er mir nicht .
    Selbst meine Frau wurde von der Frau des Chefs völlig respektlos behandelt .Sie hat meine Frau nicht mal zu Wort kommen lassen.
    Da ich mit meinem Chef telefoniert hatte und ihm alles gesagt hätte wegen Krank und Reha, hat er am Telefon gesagt, dass dies schon in Ordnung sei.
    Habe dann die neue Krankmeldung gleich nach Erhalt mit der Post weiter geschickt .
    letztens kam eine Abmahnung , da ich angeblich unentschuldigt von der Arbeit fern blieb. Ich wollte mit dem Chef telefonieren,jedoch drückte dieser mich weg. Also schrieb ich ihm. Als Antwort kam zurück, dass er sich an kein Telefonat erinnern kann, bzw. wir gar nicht darüber geredet haben.
    Heute hab ich in der Tageszeitung eine Anzeige gelesen, welche genau meine Stelle ist.
    Da ich eins und eins zusammen zählen kann,wusste ich, dass jetzt bald die Kündigung ins Haus kommt.
    Leider schade, dass mir nicht geglaubt wird, obwohl ich alles schriftlich habe, wegen Op und Reha und ich dies früher gar nicht wissen konnte.
    Auch ist das Verhältnis plötzlich so förmlich und stellt mich als Lügner hin. Er hat einfach nur einen Grund gesucht um mich loszuwerden.
    Ich hab zwar eine RSV, aber mit 400 EU Selbstbeteiligung. Dies hat mein Versicherungsvertreter verbockt .
    kann mir der Chef im Krankheitsfall oder in der Reha eigentlich kündigen?
    Bringt mir es doch was zum RA zu gehen und dies selbst zu bezahlen?

  • #2
    Hallo Rossei, also kündigen kann ein AG eigentlich immer, es kommt darauf an welcher Grund genannt wir.Aus krankheitsbedingten Gründen wäre da nicht so einfach.Da es sich aber um einen Kleinbetrieb handelt gilt der Kündigungsschutz erst ab 10 Arbeitnehmern.Ich würde mich nach einer neuen Stellung umsehen.Du hast die KÜ aber nocht nicht??
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
      Hallo Rossei, also kündigen kann ein AG eigentlich immer, es kommt darauf an welcher Grund genannt wir.Aus krankheitsbedingten Gründen wäre da nicht so einfach.Da es sich aber um einen Kleinbetrieb handelt gilt der Kündigungsschutz erst ab 10 Arbeitnehmern.Ich würde mich nach einer neuen Stellung umsehen.Du hast die KÜ aber nocht nicht??
      Gruß FS
      Nein, noch nicht. Aber es sieht alles danach aus. Er schreibt ja meine Stelle schon aus.
      Es zeigt sich halt, dass ich in dieser Firma nie einen guten Stellenwert hatte .Auch durch die Aussage meiner Chefin, die im übrigen jünger ist wie ich (der Chef im Übrigen auch) .zeigt auch die Art, wie es plötzlich läuft. Mit so etwas rechnet eigentlich niemand, dass Aussenstehenden mehr geglaubt wird, unglaublicher ist es dass diese Aussenstehende mehr über mich weiß, als ich selbst.
      Bin schon auf der Suche, nur ist das mitten im Krankheitsfall nicht so einfach, einen Chef zu finden, der das akzeptiert.
      Am besten wäre halt, wenn ich was gefunden hätte ,mich mit dem momentanen Betrieb einigen kann und direkt nach der Reha im neuen Betrieb anfangen.

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      • #4
        mit deinem monentanen Betrieb könnte man vieleicht über einen Aufhebungsvertrag reden, aber da müßte der AG auch mit einverstanden sein!
        In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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        • #5
          Hallo,

          Du könntest rein vorsichtshalber mal beim Versorgungsamt einen Antrag auf Feststellung eines GdB beantragen. Wenn die Kündigung erst 3 Wochen nach Antragstellung bei Dir eingeht, hast Du erhöhten Kündigungsschutz, weil Du (vorerst) als Schwerbehinderter eingestuft wirst. Du kannst den Antrag formlos stellen und um Zusendung der entsprechenden Formulare bitten.

          Den Antrag bitte umgehend und nachweislich beim Versorgungsamt einreichen (Fax mit Sendebericht oder persönlich und Erhalt auf einer Kopie quittieren lassen).

          Mit Deinem Chef würde ich an Deiner Stelle nicht mehr telefonieren, sondern nur noch alles schriftlich machen.

          Kannst Du Dein Telefonat nachweisen? Zum Beispiel über den Anruf-Verlauf auf Deiner Fritzbox oder Deinem Handy oder einem Einzelverbindungsnachweis . Diesen Beweis solltest Du auf jeden Fall für Dich sichern.

          Bitte hebe auch die Stellenanzeige auf mit Nachweis, wann die in der Zeitung war (also am Besten, die ganze Zeitung aufheben).

          Du kannst Dich bei einer Kündigungsschutzklage selbst vertreten, brauchst also keinen Anwalt.
          Bei einer Beschäftigung von gerade mal 8 Monaten wird allerdings nicht viel an Abfindung herauskommen.
          Es kommt aber auch ein bisschen auf Dein Alter an. Denn je älter, desto weniger Chancen, noch eine vernünftige Arbeitsstelle zu bekommen.

          Denke auch daran, wenn Du gekündigt wirst, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu beantragen und prüfe diese genau.
          Nicht dass Dir Dein Chef da noch ein paar üble Dinge reinschreibt.

          Bitte auf gar keinen Fall einen Aufhebungsvertrag machen, denn dann bekommst Du eine Sperrzeit vom Arbeitsamt.

          Und auf jeden Fall eine neue Stelle suchen. In dem aktuellen Betrieb wirst Du imho nicht mehr alt ...

          Gruß
          Leo
          Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
          Epiktet (50-13, griech. Philosoph
          ************************* ************************* **********************
          Meine Beiträge stellen meine eigene Meinung dar und sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Leo1952 Beitrag anzeigen
            Hallo,

            Du könntest rein vorsichtshalber mal beim Versorgungsamt einen Antrag auf Feststellung eines GdB beantragen. Wenn die Kündigung erst 3 Wochen nach Antragstellung bei Dir eingeht, hast Du erhöhten Kündigungsschutz, weil Du (vorerst) als Schwerbehinderter eingestuft wirst. Du kannst den Antrag formlos stellen und um Zusendung der entsprechenden Formulare bitten.

            Den Antrag bitte umgehend und nachweislich beim Versorgungsamt einreichen (Fax mit Sendebericht oder persönlich und Erhalt auf einer Kopie quittieren lassen).

            Mit Deinem Chef würde ich an Deiner Stelle nicht mehr telefonieren, sondern nur noch alles schriftlich machen.

            Kannst Du Dein Telefonat nachweisen? Zum Beispiel über den Anruf-Verlauf auf Deiner Fritzbox oder Deinem Handy oder einem Einzelverbindungsnachweis . Diesen Beweis solltest Du auf jeden Fall für Dich sichern.

            Bitte hebe auch die Stellenanzeige auf mit Nachweis, wann die in der Zeitung war (also am Besten, die ganze Zeitung aufheben).

            Du kannst Dich bei einer Kündigungsschutzklage selbst vertreten, brauchst also keinen Anwalt.
            Bei einer Beschäftigung von gerade mal 8 Monaten wird allerdings nicht viel an Abfindung herauskommen.
            Es kommt aber auch ein bisschen auf Dein Alter an. Denn je älter, desto weniger Chancen, noch eine vernünftige Arbeitsstelle zu bekommen.

            Denke auch daran, wenn Du gekündigt wirst, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu beantragen und prüfe diese genau.
            Nicht dass Dir Dein Chef da noch ein paar üble Dinge reinschreibt.

            Bitte auf gar keinen Fall einen Aufhebungsvertrag machen, denn dann bekommst Du eine Sperrzeit vom Arbeitsamt.

            Und auf jeden Fall eine neue Stelle suchen. In dem aktuellen Betrieb wirst Du imho nicht mehr alt ...

            Gruß
            Leo
            Das ich in dem Betrieb nicht mehr alt werde ist wie das Amen in der Kirche. Wie auch, wenn einem nicht geglaubt wird, sondern lieber Unwahrheiten von Fremden. Bin am überlegen, ob ich nicht Anzeige erstatten soll, wegen Verbreitung falscher Tatsachen oder gar Rufmord. Mal sehen .
            Das tolle ist ja, dass das Arbeitsamt einem auch keine Hilfe ist. Ich such lieber selber. Es müsste eine Arbeiterkammer, wie in Österreich geben.
            Ich möchte einen Verschlimmerungssntrag auf 50% machen .Hab deshalb morgen einen Termin beim Arzt.
            Aber so wie es aussieht, kann der Chef machen. Was er will. Hat sich ja an kein Kündigungsschutzgesetz zu halten.
            Ich bin sogar nun bereit 1 Stunde zur Arbeit zu fahren. Momentan sind es 15 Minuten .

            Kommentar


            • #7
              Hallo,

              wenn Du bereits jetzt einen GdB hast, solltest Du umgehend beim Arbeitsamt einen Gleichstellungsantrag stellen.
              Dann hast Du den besonderen Kündigungsschutz für Schwerbehinderte.

              Bezüglich der Anzeige musst Du Beweise haben.
              Also möglichst schriftliche Sachen und / oder Zeugen, die das bestätigen können.
              Sonst wirst Du da keine Chancen haben.

              Und voraussichtlich wird die Staatsanwaltschaft dann zwar den Chef anhören, die Sache aber nicht weiter verfolgen.
              Es sei denn, der Chef ist schon öfter mal bei der Staatsanwaltschaft aufgefallen.

              Und so lange Du noch nicht gekündigt bist, würde ich den Ball diesbezüglich flach halten.
              Denn sonst flattert Dir mit Sicherheit die Kündigung ins Haus.
              In diesem Fall würdest Du auch keine Chancen auf Abfindung vor dem Arbeitsgericht haben,
              denn dann argumentiert der Chef mit "Vertrauensverhältnis gestört".

              Das Arbeitsamt ist definitiv keine Hilfe. Dennoch musst Du, sobald Du die Kündigung in Händen hast, Dich sofort dort melden.
              Allerdings: Dort nichts unterschreiben, alles mit nachhause nehmen, um es in Ruhe durchlesen und prüfen zu können.
              Die "knebeln" einen nämlich gerne mit einer so genannten Eingliederungsvereinbarun g. (die kommt beim ersten Gespräch, um die "berufliche Situation zu besprechen").
              Nicht abwimmeln lassen, sondern darauf bestehen, den Antrag auf ALG 1 gleich in Papierform zu erhalten.
              Nicht auf ein Ausfüllen Online verweisen lassen, ich glaube, da sind auf einmal eigentlich freiwillige Angaben Pflicht und man kann sich - soweit ich informiert bin - auch keinen Ausdruck / Kopie für die eigenen Akten machen.

              Gruß
              Leo
              Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
              Epiktet (50-13, griech. Philosoph
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              Meine Beiträge stellen meine eigene Meinung dar und sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

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              • #8
                Zitat von Leo1952 Beitrag anzeigen
                Hallo,

                wenn Du bereits jetzt einen GdB hast, solltest Du umgehend beim Arbeitsamt einen Gleichstellungsantrag stellen.
                Dann hast Du den besonderen Kündigungsschutz für Schwerbehinderte.

                Bezüglich der Anzeige musst Du Beweise haben.
                Also möglichst schriftliche Sachen und / oder Zeugen, die das bestätigen können.
                Sonst wirst Du da keine Chancen haben.

                Und voraussichtlich wird die Staatsanwaltschaft dann zwar den Chef anhören, die Sache aber nicht weiter verfolgen.
                Es sei denn, der Chef ist schon öfter mal bei der Staatsanwaltschaft aufgefallen.

                Und so lange Du noch nicht gekündigt bist, würde ich den Ball diesbezüglich flach halten.
                Denn sonst flattert Dir mit Sicherheit die Kündigung ins Haus.
                In diesem Fall würdest Du auch keine Chancen auf Abfindung vor dem Arbeitsgericht haben,
                denn dann argumentiert der Chef mit "Vertrauensverhältnis gestört".

                Das Arbeitsamt ist definitiv keine Hilfe. Dennoch musst Du, sobald Du die Kündigung in Händen hast, Dich sofort dort melden.
                Allerdings: Dort nichts unterschreiben, alles mit nachhause nehmen, um es in Ruhe durchlesen und prüfen zu können.
                Die "knebeln" einen nämlich gerne mit einer so genannten Eingliederungsvereinbarun g. (die kommt beim ersten Gespräch, um die "berufliche Situation zu besprechen").
                Nicht abwimmeln lassen, sondern darauf bestehen, den Antrag auf ALG 1 gleich in Papierform zu erhalten.
                Nicht auf ein Ausfüllen Online verweisen lassen, ich glaube, da sind auf einmal eigentlich freiwillige Angaben Pflicht und man kann sich - soweit ich informiert bin - auch keinen Ausdruck / Kopie für die eigenen Akten machen.

                Gruß
                Leo
                Danke für deine Tipps. Ich versuche mich jetzt erstmal auf meine Genesung zu konzentrieren. Jedoch ist halt das andere immer im Hinterkopf .
                finde es schade, dass man so dad Messer in den Rücken gerammt wird. Ein gutes hat es. Nun weiß ich wie ich dran bin und das mich mein Gefühl nicht getäuscht hat.

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