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  • Arbeitsunfähigkeit

    Hallo,
    ich arbeite 35h pro Woche und immer 7h pro Tag. Nun habe ich ab nächster Woche von Mi bis zum Ende des Monats jeweils täglich 7h Gleitzeitabbau, der genehmigt wurde. Am Ende des Monats endet der Vertrag.
    Am Di muss ich für eine ärztliche Untersuchung ins Krankenhaus und bekomme auch eine Arbeitsunfähigkeitsbesche inigung für den Tag. Kann mein Arbeitgeber dann verlangen, dass ich die Zeit von Di nacharbeite?
    Danke,
    Gruß,
    Nils

  • #2
    Hallo,

    verlangen kann er das und noch viel mehr. z. B. dass du nackt um den Weihnachtsbaum tanzt, aber müssen musst du nicht!
    Wenn du AU bist musst du nichts nacharbeiten.

    Gruß
    Hubertus

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    • #3
      Sollte die Arbeitsunfähigkeit über diesen einen Tag hinaus bestehen, sind allerdings die Gleitstunden trotzdem weg.
      Grüße

      Guido

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      • #4
        Hallo Guido

        Stimmt das sicher was du das schreibst ?
        Er hat doch die Stunden vorgearbeitet.
        Wenn er noch Urlaub statt der Gleitzeit hätte, würden ihm doch die Stunden auch ausbezahlt.

        Gruß ROJO

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        • #5
          Der Urlaub wird "wieder gutgeschrieben", weil es sich aus dem Gesetz so ergibt. Für Gleitzeit ist das nicht der Fall. Dennoch gab es dazu auch mal ein Urteil, wenn ich nicht irre. MOMPL
          Grüße

          Guido

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          • #6
            Das Bundesarbeitsgericht hat zum Thema Krankheit während des Freizeitausgleichs unter dem Aktenzeichen 6 AZR 374/02 entschieden, dass ein Arbeitgeber nicht zusätzlichen Freizeitausgleich gewähren muss, wenn der Arbeitnehmer während des Freizeitausgleichs erkrankt. Tritt die Arbeitsunfähigkeit erst ein, nachdem der Zeitraum für den Freizeitausgleich festgelegt wurde, gelten die Überstunden auch dann als ausgeglichen, wenn der Arbeitnehmer im Freistellungszeitraum erkrankt. Der Arbeitgeber muss also nicht erneut Freizeit gewähren.

            Das Bundesarbeitsgericht begründet dies damit, dass ein Anspruch auf Arbeitszeitausgleich bereits durch die Freistellung von der Arbeitspflicht erfüllt wird. Demnach trägt grundsätzlich der Arbeitnehmer das Risiko, die durch Arbeitsbefreiung als Arbeitszeitausgleich gewonnene Freizeit auch tatsächlich nach seinen Vorstellungen nutzen zu können. Ein Ausgleich von Überstunden durch Freistellung von der Arbeit ist also auch während einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit möglich.
            Grüße

            Guido

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            • #7
              Fraglich ist, ob hier wirklich Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Aus den Richtlinien:

              Arbeitsunfähigkeit liegt insbesondere nicht vor
              ...
              - für Zeiten, in denen ärztliche Behandlungen zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken stattfinden, ohne dass diese Maßnahmen selbst zu einer Arbeitsunfähigkeit führen,
              Der Arbeitgeber könnte im Zweifel die Krankenkasse um eine Überprüfung bitten, diese beauftragt dann den MDK, und dieser fragt beim Krankenhaus nach was genau gemacht wurde und inwiefern dies zur Arbeitsunfähigkeit führte..

              E.D.

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              • #8
                Danke für die Antworten. Ich frage mich einfach, ob der AG mir nun einfach für den Tag, an dem ich nicht da bin Gleitzeitabbau eintragen darf (ich habe diesen Termin zuvor fairnesshalber angekündigt, weil ich dachte, dass wenn ich eine AUB habe der Tag als Arbeitstag gewertet wird). Bis jetzt steht der Tag noch ganz normal im Plan, nicht, dass man mir vorwirft "krank mit Ansage".

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                • #9
                  Hallo,

                  wenn z. B. eine OP ansteht werden täglich in D tausende Krankheitstage angekündigt.
                  Falls der AG nicht zahlt, wirst du dir den Tag notfalls einklagen müssen. Darauf hoffen manche AG, dass der MA den Aufwand scheut.

                  Gruß
                  Hubertus

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                  • #10
                    Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
                    Fraglich ist, ob hier wirklich Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Aus den Richtlinien:

                    Arbeitsunfähigkeit liegt insbesondere nicht vor
                    ...
                    - für Zeiten, in denen ärztliche Behandlungen zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken stattfinden, ohne dass diese Maßnahmen selbst zu einer Arbeitsunfähigkeit führen,

                    Der Arbeitgeber könnte im Zweifel die Krankenkasse um eine Überprüfung bitten, diese beauftragt dann den MDK, und dieser fragt beim Krankenhaus nach was genau gemacht wurde und inwiefern dies zur Arbeitsunfähigkeit führte..

                    E.D.
                    Aber was macht das für einen Unterschied?

                    Du hast, Recht, dass für die Krankschreibung ein besserer Arbeitnehmerschutz gilt. Wenn der MA aber nicht einmal krank geschrieben ist, würde für den Arztbesuch -- der keine Krankschreibung i. S. d. Richtlinien ist -- nur auf eine Freistellung nach 616 hoffen. Da er an diesem Tag aber bereits frei hat, entfällt die Freistellung. Im Ergebnis (Mitarbeiter beim Arzt, Überstunden weg) ändert sich gar nichts.

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                    • #11
                      Zitat von FNS Beitrag anzeigen
                      Da er an diesem Tag aber bereits frei hat, entfällt die Freistellung. Im Ergebnis (Mitarbeiter beim Arzt, Überstunden weg) ändert sich gar nichts.
                      Hat er aber nicht. Ab Mittwoch für den Rest des Monats / der Vertragslaufzeit Gleitzeit, am Dienstag vorher den Arzttermin.
                      Grüße

                      Guido

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                      • #12
                        Ja, morgen ist der Termin, am Mittwoch mein letzter Tag und ab Donnerstag bis zum Monatsende habe ich Urlaub und Gleitzeitabbau. Da ich den Termin angekündigt habe und für morgen kein Gleitzeitabbau im Plan steht, denke ich, dass das nun alles so in Ordnung geht. Ich werde mich morgen früh ordnungsgemäß für den Tag krankmelden und mir auch eine Bescheinigung vom Arzt geben lassen, der AG wird ja die Zeit nicht im Nachhinein abziehen und mich dafür Donnerstag einbestellen.
                        Gruß,
                        Nils

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