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Neue Probezeit rechtens?

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  • Neue Probezeit rechtens?

    Hallo liebe Experten,

    letztes Jahr zum 15.04. verließ ich meinen alten Arbeitgeber. Nun stehen alle Zeichen auf Wiederkehr in den alten Betrieb (Eintritt vermutlich 01.05.201 mit nahezu gleichen Aufgaben. Ist es rechtens, hier eine neue Probezeit in Höhe von 6 Monaten zu vereinbaren?

    Zuvor habe ich fünf Jahre in diesem Betrieb gearbeitet.

    Gibt es weitere Dinge, die ich bei Wiedereintritt brachen sollte?

    Herzlichen Dank vorab.

    Bebberlotchen

  • #2
    Hallo,

    ja das ist rechtens. Vielleicht streicht der AG ja den Passus, der wohl in jedem neuen Arbeitsvertrag steht.

    Gruß
    Hubertus

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    • #3
      Zitat von Hubertus Beitrag anzeigen
      Hallo,

      ja das ist rechtens. Vielleicht streicht der AG ja den Passus, der wohl in jedem neuen Arbeitsvertrag steht.

      Gruß
      Hubertus
      Hallo Hubertus,

      vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Können Sie mir einen Paragraphen nennen, in dem ich den genauen Wortlaut noch einmal nachlesen kann?

      Viele Grüße,
      Bebberlottchen

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      • #4
        Hallo,

        siehe BGB § 622 (3). Dort ist nur von einer "vereinbarten" Probezeit die Rede. Leider gibt es gesetzlich nichts anderes. Frag den AG, ob er auf den Passus verzichtet.
        Letztendlich was ist denn so schlimm an einer erneuten Probezeit? Steht eine Operation oder sonst etwas an, dass dich befürchten lässt, dass du dann in der Probezeit gekündigt wirst?

        Gruß
        Hubertus

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        • #5
          Zitat von Bebberlottchen Beitrag anzeigen
          letztes Jahr zum 15.04. verließ ich meinen alten Arbeitgeber. Nun stehen alle Zeichen auf Wiederkehr in den alten Betrieb (Eintritt vermutlich 01.05.201 mit nahezu gleichen Aufgaben. Ist es rechtens, hier eine neue Probezeit in Höhe von 6 Monaten zu vereinbaren?

          Zuvor habe ich fünf Jahre in diesem Betrieb gearbeitet.

          Gibt es weitere Dinge, die ich bei Wiedereintritt brachen sollte?
          Hallo,

          unabhängig davon, ob eine Probezeit ausdrücklich vereinbart wurde oder nicht, gilt das Kündigungsschutzgesetz erst nach Ablauf von sechs Monaten (§ 1 Abs. 1 KSchG). Falls keine Probezeit vereinbart wird, verlängert das möglicherweise die Kündigungsfristen in diesem ersten Halbjahr, schützt dich aber nicht vor einer "Probezeit"-Kündigung.

          Ein Jahr der Nicht-Zugehörigkeit ist immerhin auch eine andere Hausnummer als ein paar Tage oder Wochen. Da kann mit einem guten Ex-Kollegen viel passiert sein.

          Natürlich kannst du versuchen auszuhandeln, dass die zuvor geleisteten Jahre als Beschäftigungszeit anerkannt werden. Das könnte sich unter Umständen positiv auswirken auf die Kündigungsfristen oder auf irgendwelche Sozialleistungen, die möglicherweise von der Beschäftigungsdauer abhängig sind.

          Ein Verhandlungserfolg in dieser Hinsicht könnte beispielsweise davon abhängig sein, weshalb du die Firma damals verlassen hast (betriebsbedingter Personalabbau oder der Wunsch, das große Glück woanders zu finden) und wie dringend du nun von deinem Ex-AG wieder gebraucht wirst (Fachkenntnisse, Arbeitsmarktsituation).

          Gruß,
          werner

          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...

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          • #6
            Zitat von werner h. Beitrag anzeigen

            Hallo,

            unabhängig davon, ob eine Probezeit ausdrücklich vereinbart wurde oder nicht, gilt das Kündigungsschutzgesetz erst nach Ablauf von sechs Monaten (§ 1 Abs. 1 KSchG). Falls keine Probezeit vereinbart wird, verlängert das möglicherweise die Kündigungsfristen in diesem ersten Halbjahr, schützt dich aber nicht vor einer "Probezeit"-Kündigung.

            Wartezeit nach dem Kündigungsschutzgesetz nennt sich das. Die beträgt 6 Monate.

            Bei einem erneuten Arbeitsverhältnis entfällt diese Wartezeit nur, wenn die beiden Beschäftigungsverhältniss e zeitlich und inhaltlich/sachlich zusammen gehören.

            Inhaltlicher oder sachlicher Zusammenhang könnte hier gegeben sein, wenn die Stellen praktisch identisch sind. Ein zeitlicher Zusammenhang besteht allerdings nicht. Dafür ist 1 Jahr Unterbrechung viel zu lang.

            Ein sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht z.b. wenn ein Lehrer für die großen Ferien gekündigt wird und 6 Wochen später wieder als Lehrer beim selben AG anfängt. Dann beginnt keine neue Wartezeit nach dem KSchG. (Da gab es auch mal ein Urteil).

            Die Zeitspanne kann nach Abwägung vielleicht 3 Monate betragen. Danach ist i.A. Ende Gelände.

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            • #7
              Vielen lieben Dank für die Antworten. Das hat mir schon sehr geholfen. :-)

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