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  • Informationen zu Krankheit von Vorgesetztem veröffentlicht

    Guten Tag,
    seit über fünf Jahren arbeite ich als Erzieherin/Gruppenleiterin in einer großen Kindertagesstätte. Wegen einer langwierigen Erkrankung war ich letztes Jahr für mehrere Wochen ausgefallen, aufgrund anhaltender Beschwerden in Folge dieser Erkrankung ist nun ein mehrwöchiger Reha-Aufenthalt geplant. Der zugehörige Antrag wird derzeit noch von der Rentenkasse bearbeitet und ich warte auf die entsprechende Rückmeldung.

    Dennoch habe ich die Leitung der Tagesstätte – und damit meine direkte Vorgesetzte – bereits vorab vertraulich über den geplanten Reha-Aufenthalt und meinen damit verbundenen Ausfall informiert, so dass genug Zeit bleibt, um entsprechend planen und ggf. Ersatz für mich beschaffen zu können. Mir liegt wirklich sehr viel an unserer Einrichtung und natürlich den mir anvertrauen Kindern, dementsprechend bemühe ich mich gerade in solchen Ausnahmefällen um einen möglichst reibungslosen Ablauf.

    Nun war ich aus anderen Gründen für zwei Wochen krankgeschrieben und musste währenddessen von einer Kollegin erfahren, dass unsere Leitung im digitalen Elternbrief in Form eines regelmäßigen Email-Newsletters die Eltern der gesamten Einrichtung darüber informiert hat, dass ich aufgrund Krankheit und Reha-Aufenthalt ab sofort und auf unbestimmte Zeit nicht mehr zur Arbeit erscheinen werde. Abschließend hat sie diese Information dann noch an das gesamte Team weitergegeben. Selbstverständlich ohne weitere Rücksprache mit mir.

    Im Moment ist der Reha-Antrag noch nicht einmal bewilligt, es steht also noch gar nicht fest, dass ich wirklich für mehrere Wochen ausfallen werde. Und selbst wenn der Antrag bewilligt wird, kann es ggf. noch Wochen bis zum Antritt der Reha dauern. Es gibt also im Moment noch absolut keinen Grund, diese Information bereits weiterzugeben, insb. nicht in diesem Umfang.

    Von diesen Umständen abgesehen empfinde ich die Weitergabe bzw. schon beinahe Veröffentlichung derart privater Informationen in direktem Bezug zu meinem Gesundheitszustand als Eingriff in meine Privatsphäre und habe daher auch Zweifel, ob dies so mit dem Arbeitsrecht vereinbar ist.

    Liege ich richtig mit meiner Vermutung, dass meine Vorgesetzte mit ihrem Verhalten unrechtmäßig gehandelt hat? Gegen welche Gesetze wurde ggf. verstoßen? Wie kann ich dagegen vorgehen?

    Leider fehlt mir hier das nötige Fachwissen, über jede Hilfe freue ich mich daher sehr. Vielen Dank vorab.

  • #2
    Zitat von Stephanie86 Beitrag anzeigen
    Wie kann ich dagegen vorgehen?
    Hallo,

    kannst du zugunsten der Leiterin unterstellen, dass sie in bester Absicht gehandelt hat? Möglicherweise war ihr nach deiner - vertraulichen - Vorab-Information nicht klar, dass es bis zur Reha tatsächlich noch eine gewisse Zeit dauern kann. Vielleicht war ihr (da Arbeitgeber die Diagnosen in der Regel nicht kennen) nicht bewusst, dass die aktuelle Erkrankung, deine Vorerkrankung und die Reha nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen? Unter Umständen hat sie für dich gehofft, dass du nach der (erneuten) Erkrankung nun direkt in die Reha kommst?

    Das ist jetzt natürlich alles nur hypothetisch ...

    Auf alle Fälle werden sowohl Kinder als auch Eltern nach dir gefragt haben. Entweder weil sie schlichtweg neugierig sind oder mitfühlend oder sich Gedanken um die Betreuungssituation machen. Deshalb wollte deine Leiterin möglicherweise den anstehenden Elternbrief nutzen, um hier eine Erläuterung zu liefern.

    Wenn dem so war und du dem Grunde nach an einem weiterhin guten Verhältnis interessiert bist, würde ich dir empfehlen, die Leiterin direkt darauf anzusprechen. Nicht vorwurfsvoll, aber doch mit dem Hinweis, dass sie da zum einen offenbar etwas falsch verstanden hatte und du zum anderen doch um eine vorherige Absprache mit dir gebeten hättest.

    Falls du jedoch gleich schwerere Geschütze auffahren möchtest, suchst du das Gespräch mit dem/der Datenschutzbeauftragten deines Einrichtungsträgers. Falls es diese/n nicht gibt (was eigentlich nicht sein sollte), wendest du dich an den/die Datenschutzbeauftragte/n deiner Gemeinde oder des Bundeslandes.

    Gruß,
    werner

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