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Wie sein mögliches Gehalt ermitteln?

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  • Wie sein mögliches Gehalt ermitteln?

    Grüßt euch,

    was ich mich seit längeren Frage ist, was man an Gehalt verlangen kann, wenn man weiß, was die Firma an einem verdient.
    Ich habe derzeit ein wenig mehr als ein Viertel dessen, was der Kunde für mich zahlt pro Monat auf dem Konto.
    Bin leider in keinem Tarif drin.
    Was ich mich halt dabei einfach frage: Was koste ich der Firma? Kann man da grob sagen was ein Arbeiter einer Firma an Lohnnebenkosten beschert?
    Denn am Ende stellt sich mir auch ganz einfach die Frage, ob ich halt auch mehr verlangen kann. Klar muss auch ein Büro durchgefüttert werden und die Firma Rücklagen bilden.
    Ich möchte ja auch keine unfairen Forderungen stellen, so etwas liegt mir fern, weil ich meinen Job gerne mache.
    Doch wenn ich mich mit anderen unterhalte sagen mir alle, dass ich für das was ich mache mindestens 5€ mehr die Stunde haben müsste.

    Kann mir wer etwas dazu sagen?


  • #2
    Zitat von Jens B Beitrag anzeigen
    Grüßt euch,

    was ich mich seit längeren Frage ist, was man an Gehalt verlangen kann, wenn man weiß, was die Firma an einem verdient.
    Ich habe derzeit ein wenig mehr als ein Viertel dessen, was der Kunde für mich zahlt pro Monat auf dem Konto.
    Bin leider in keinem Tarif drin.
    Was ich mich halt dabei einfach frage: Was koste ich der Firma? Kann man da grob sagen was ein Arbeiter einer Firma an Lohnnebenkosten beschert?
    Denn am Ende stellt sich mir auch ganz einfach die Frage, ob ich halt auch mehr verlangen kann. Klar muss auch ein Büro durchgefüttert werden und die Firma Rücklagen bilden.
    Ich möchte ja auch keine unfairen Forderungen stellen, so etwas liegt mir fern, weil ich meinen Job gerne mache.
    Doch wenn ich mich mit anderen unterhalte sagen mir alle, dass ich für das was ich mache mindestens 5€ mehr die Stunde haben müsste.

    Kann mir wer etwas dazu sagen?
    Hey,
    geh mal davon aus, das dein AG zwischen 40 und 50% an Lohnnebenkosten hat. Ist von etlichen Faktoren abhängig
    VG
    Gast_SBV

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    • #3
      Der auf den Bruttolohn drauf kommende AG-Anteil an den Lohnnebenkosten ist eher bei 25% neben der Sozialversicherung ist das hauptsächlich noch die Leistungen zur Berufsgenossenschaft, dann wars das schon. Ansonsten würde ich mich einfach mal auf dem Markt umschauen, ob es einen Arbeitgeber gibt, der dir für ne vergleichbare Position wirklich 5 € mehr gibt. Wenn ja, dann halt zu dem wechseln. Oder halt die üblichen Gehaltsverhandlungen führen.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von matthias Beitrag anzeigen
        Der auf den Bruttolohn drauf kommende AG-Anteil an den Lohnnebenkosten ist eher bei 25% neben der Sozialversicherung ist das hauptsächlich noch die Leistungen zur Berufsgenossenschaft, dann wars das schon. Ansonsten würde ich mich einfach mal auf dem Markt umschauen, ob es einen Arbeitgeber gibt, der dir für ne vergleichbare Position wirklich 5 € mehr gibt. Wenn ja, dann halt zu dem wechseln. Oder halt die üblichen Gehaltsverhandlungen führen.
        Hey,
        ich habe auch an die übrigen Betriebskosten gedacht, z.b. Büromiete und Bürokosten, Abschreibungen, anteilige Gehälter der "nichtproduktiven" Angestellten, Finanzierungskosten, Gewinn, Rücklagen usw usw
        VG
        Gast_SBV

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        • #5
          Wie Gast_SBV schon schrieb, muss man auch die "unproduktiven" im Büro bedenken.
          Wenn ich die Hälfte vom Bruttolohn auf den Bruttolohn aufschlage, ist das dann schon der schlechteste Fall dessen, was ich koste?

          Kommentar


          • #6
            Das ist aber kaum berechenbar (ausser mit Einblick in die Firma) und stark Branchen bzw. Firmen abhängig. Das können auch 100 % oder 200 % sein.

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            • #7
              Zitat von Jens B Beitrag anzeigen
              Was ich mich halt dabei einfach frage: Was koste ich der Firma? Kann man da grob sagen was ein Arbeiter einer Firma an Lohnnebenkosten beschert?
              Hallo,

              schauen wir doch mal beim Öffentlichen Dienst nach - da ist alles irgendwie und irgendwo geregelt. Zum Beispiel in den "Tabellen der standardisierten Personalkostensätze für die Durchführung von Gesetzesfolgenabschätzung en und Wirtschaftlichkeitsberech nungen sowie der Durchschnittsätze für die Veranschlagung der Personalausgaben für 2017 und 2018" des Finanzministeriums Niedersachsen.

              Da nimmst du erst einmal dein Jahresgehalt (brutto, nicht netto), einschließlich eventueller Sonderzahlungen (z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld, evtl. Zusatzrente und sonstiges) zuzüglich aller Arbeitgeberanteile (SV-AG-Anteile stehen in der Regel auf dem Gehaltsblatt - im Dezember mit Jahressummen).

              Dann rechnest du:

              Jahres-AG-Brutto (s.o.)
              + Personalbezogene Sachausgaben in Höhe von 0,8 %
              = Bruttopersonalkosten (BPK)
              + Personalgemeinkostenzusch lag in Höhe von 15 % der BPK
              = Zwischensumme (ZS)
              + Sachkostenpauschale für einen normalen durchschnittlichen Büroarbeitsplatz in Höhe von 8.522
              = Personalkosten zuzüglich Arbeitsplatzkosten

              Was da noch fehlt, ist die Gewinnmarge, da dieses Rechenmodell ja nicht der Gewinnerzielung dient.

              Viel Spaß beim Rechnen.

              Gruß,
              werner
              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

              Kommentar


              • #8
                Wobei der BPK von 15 % extrem niedrig angesetzt ist. Dass vno den 2088 Stunden pro Jahr (bei einer 40-Stunden-Woche) nach Abzug von Urlaub und Krank bei den BGs angenommen wird, dass nur 1560 Stunden übrig bleiben, hat man schon 25 %. Und die BG rechnet nur mit normalem Urlaub und "normalen" Krankwerten.

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von Jens B Beitrag anzeigen
                  ..., was der Kunde für mich zahlt pro Monat auf dem Konto. ...
                  Zu fragen ist natürlich auch, ob jede einzelne Arbeitsstunde mit dem Kunden verrechnet werden kann. Oder gibt es Zeiten ohne Weiterberechnung? Sowohl bei dir als auch bei deinen Kolleg/innen? Für solche Zeiten muss das Geld natürlich ebenfalls erwirtschaftet werden.
                  Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                  Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

                  Kommentar


                  • #10
                    Preise und somit auch Gehälter hängen nicht nur davon ab, was finanzierbar ist. Daraus ergibt sich nur eine Grenze (bei Verkaufspreisen die untere, bei Gehältern die obere). Viel wichtiger ist die Frage, was am Markt durchsetzbar ist. Auch wenn ein Produkt dem Händler nur 1 Euro im Einkauf kostet, wird er es für 10 Euro verkaufen, wenn er damit Käufer findet. Und auch wenn ein Arbeitgeber 40 Euro Stundenlohn zahlen könnte, wird er nur 20 Euro zahlen, wenn für dieses Gehalt geeignetes Personal findet.

                    Will man dennoch so rechnen, muss man immer von einem Jahresgehalt (plus Nebenkosten) und einer Jahresstundenzahl ausgehen - also auch arbeitsfreie bezahlte Zeiten wie Urlaub, Krankheit, Feiertage, Fortbildung betrachten.

                    E.D.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
                      Zu fragen ist natürlich auch, ob jede einzelne Arbeitsstunde mit dem Kunden verrechnet werden kann. Oder gibt es Zeiten ohne Weiterberechnung? Sowohl bei dir als auch bei deinen Kolleg/innen? Für solche Zeiten muss das Geld natürlich ebenfalls erwirtschaftet werden.
                      Ich bin ausschließlich da und das Geld wird ausschließlich für mich gezahlt.

                      Kommentar


                      • #12
                        Hallo,

                        love it, leave it or change it. Sprich mit deinem AG. Entweder du bekommst mehr, oder du gehst dahin, wo du mehr bekommst.


                        Gruß
                        Hubertus

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                        • #13
                          Zitat von Jens B Beitrag anzeigen

                          Ich bin ausschließlich da und das Geld wird ausschließlich für mich gezahlt.
                          Trotzdem muss der AG ja insgesamt ne Mischrechnung aufmachen.
                          Andere Aufträge sind vielleicht nicht so lukraktiv, andere Kollegen haben mehr Zeiten ohne externen Auftrag usw usw.

                          Der AG muss das firmeninterne Lohngefühge beachten und wird dir nicht 5 € mehr bezahlen als anderen Kollegen die dasselbe/ähnliches machen aber wo der Auftraggeber vielleicht nicht so viel zahlt.

                          Letztlich musst du rausfinden, was dir der AG wirklich wert ist und ob du ersetzbar bist. Dann kannst du verhandeln.

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                          • #14
                            Du sagst es, genau das habe ich vor. Die Firma ist gesund und durch volle Auftragsbücher wird gut verdient. Und da möchte man sich natürlioch auch sein Stück vom Kuchen holen. Denn wechseln hin oder her ist einfach gesagt, doch zum einen ist die Arbeitsstelle von mir in unter 10min zu erreichen, sie macht mir Spaß und gehe gerne los. Doch wenn man dann lohnmäßig eher am unteren Ende schaffen geht und kein Urlaubs oder Weihnachtsgeld oder sonstwas außerhalb des normalen Lohns hat, muss man sich schon ein wenig Gedanken machen. Denn wenn ich woanders arbeite kann das, was man mehr verdient auch durch längere Wege /Kraftstoffkosten wieder weg sein.

                            Deswegen will ich schon mit Bedacht und Geschick reingehen und versuche einige Ansätze zu überlegen wie man an soetwas ran gehen kann ohne vom Chef an der nächsten Ecke mit einem Argument ausgebremst zu werden. Daher versuche ich mir in Ruhe mal ein wenig einen Kopf zu machen wie ich an soetwas geschickt ran gehen kann, was man fordern kann. Denn was der Chef geben will ist klar: Nichts.
                            Und nun muss man ihn geschickt überzeugen wieso er denn mehr Geld zahlen sollte. Ihn irgendwie mit ins Boot holen ist eben mein Ziel.

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                            • #15
                              Hallo,

                              dann schau dir auch mal diese Seite an:

                              https://karrierebibel.de/gehaltsverhandlung/


                              Gruß
                              Hubertus

                              Kommentar

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