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Kündigung in Probezeit oder Aufhebungsvertrag

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  • Kündigung in Probezeit oder Aufhebungsvertrag

    Ich brauche ganz dringend eure Hilfe!
    Ich habe zum 1.1.2018 ein Arbeitsverhältnis als Projektkaufmann bei einem sehr großen und bekannten Unternehmen begonnen. Ich pendle täglich gute 3 Stunden zwischen Wohn- und Arbeitsort hin und her, war aber immer pünktlich. Ich habe bereits eine 1 wöchige Schulung hinter mir und habe die Inhalte am Wochenende nachbereitet, um möglichst schnell eingearbeitet zu sein. Meine Chefin habe ich in dieser Zeit sehr selten gesehen und ich arbeite nicht mit ihr zusammen. Heute hat sie mich gegen 14 Uhr Nachmittag in ihr Büro gerufen und mir mitgeteilt, sie möchte das Arbeitsverhältnis beenden. Ich hätte zwei Möglichkeiten: Entweder ich bekomme eine Kündigung, die sich dann vermutlich noch hinzieht und eine negative Bewertung aufgrund der Begründung beinhaltet. Oder ich könne am kommenden Montag um 9 Uhr den bereits vorbereiteten Aufhebungsvertrag unterzeichnen (was bedeutet die Entscheidung wurde schon im Vorfeld getroffen und in die Wege geleitet). Als Begründung nannte sie mir mangelnde Motivation. Beispiele waren für sie, dass ich gesagt habe, ich würde gerne in Zukunft auch im Home-Office arbeiten, strebe eine Position als Ingenieur an und finde eine mir zugeteilte Aufgabe eher langweilig und stupide. Diese Aussagen habe ich gegenüber Kollegen getätigt, aber in einem anderen Kontext. Auf meine Erklärungsversuche erwiderte sie es sei alles beschlossene Sache und stehe fest, sie beantwortete keine meiner weiteren Fragen zu dem Thema. Im Anschluss habe ich mich mit den Kollegen unterhalten, die mir versicherten ich hätte meine Arbeit gut und schnell erledigt und auch stets meine Hilfe angeboten, doch sie hätten es nicht zu entscheiden. Sie fanden es aber auch hart, dass im Vorfeld nicht ein Gespräch stattgefunden hat. Lediglich ein Kollege, der mir Anfang letzter Woche erzählt hat er habe Angst um seinen Posten (ebenfalls ein Projektkaufmann) hat mir ganz abwegige Sachen vorgeworfen (ich sei nicht IT-affin etc.). Ich denke die Kündigung hängt damit zusammen, anders kann ich es mir beim besten Willen nicht erklären. ich weiß nun nicht wie ich mich verhalten soll: Soll ich den Aufhebungsvertrag am Montag unterzeichnen? Allerdings habe ich gelesen, dass ich dann 3 Monate keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld habe, was finanziell sehr hart wäre. Andererseits, welche Chancen habe ich, gegen eine Kündigung in der Probezeit vorzugehen?
    Aufgrund des Wochenendes und des von meiner Chefin zeitnah vereinbarten Termins am Montag morgen (Absicht!?), habe ich keine Gelegenheit mich beim Betriebsrat oder einem Anwalt zu informieren!
    Vielen Dank schon mal!

  • #2
    Hallo Pa, innerhalb der PZ kanndas Arbeitsverhältniis ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Was den Aufhebungsvertrag angeht, sollte man sehr, sehr vorsichtiug sein (u.U. gibt es die von dir angesprochne Sperre) Am besten man lässt den AufHV prüfen. Allerdings würde ich mich eher nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen, da aus meiner das AV jetzt schon gestört ist.
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      Hallo,

      ich würde den Aufhebungsvertrag einstecken, mitnehmen und sagen, dass ich den von meinem Anwalt prüfen lasse.
      Bitte auf gar keinen Fall vor Ort etwas unterschreiben!

      Dann stellst Du den Wortlaut des Aufhebungsvertrags hier ein (persönliche Daten schwärzen) und wir schauen mal, ob der fair ist.

      Falls die Dir dann gleich die Kündigung geben, nimmst du sie entgegen und verlässt das Gespräch.
      Keine Diskussionen.
      Ansonsten halt betonen, dass Du motiviert bist, zuhause nachgearbeitet hast etc.

      Aber vermutlich ist das Kind sowieso in den Brunnen gefallen, und Du wirst auf dieser Stelle nicht alt werden.

      Wenn die Dir tatsächlich gleich die Kündigung geben, entschuldigst Du Dich von der Arbeit, du musst gleich zur Arbeitsagentur und Dich arbeitslos melden. Dafür muss der AG Dich unter Weiterzahlung Deines Gehalts freistelleb, ebenso dann, wenn Du während der Arbeitszeit Vorstellungsgespräche bei potenziellen, neuen AG hast.

      Gruß
      Leo
      Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
      Epiktet (50-13, griech. Philosoph
      ************************* ************************* **********************
      Meine Beiträge stellen meine eigene Meinung dar und sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

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      • #4
        Hallo,
        leider habe ich diesen Beitrag erst gerade gesehen. Mir wurde im Dezember oder Ende November auch ein Aufhebungsvertrag angeboten. Allerdings arbeite ich schon seit fast 6 Jahren dort. Mein Arbeitgeber hat mir eine Woche lang Zeit gelassen, um mich umfassend zu informieren.
        In dieser Zeit bin ich diesem Forum beigetreten und der Gewerkschaft. Das mit der Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft ist eine tolle Sache. Aber leider habe ich im Nachhinein erfahren, dass man bei Bedarf eigentlich nur einen Termin bei der Rechtsberatung bekommt.
        Also wäre es am Besten, wenn man für solche Fälle für die Zukunft eine Rechtsschutzversicherung abschließt.
        Viele Grüße,
        B.

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