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Keine Übernahme - Unterstellung: krankmachen

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  • Keine Übernahme - Unterstellung: krankmachen

    Guten Morgen,

    brauche mal bitte eine Info.
    Ich bin 50 Grad schwerbehindert und derzeit noch in der Probezeit.

    Am Freitag hat man mir mitgeteilt, dass ich, aufgrund meiner gesundheitlichen
    Einschränkungen - diese hatte ich bereits beim Einstellungsgespräch angesprochen –
    nicht übernommen werde, man befürchte wenn ich einen
    Festvertrag habe, das ich dann krank werde. Ich war in der ganzen Zeit nur
    einen Tag im Krankenhaus, ansonsten immer da.
    Bei dem Gespräch waren der Chef und Personalrat dabei, kein Betriebsrat.
    Eine Kündigung habe ich nicht erhalten. Bin heute wieder arbeiten.
    Was kann ich tun? Danke

  • #2
    Hallo,

    ist dein Arbeitsvertrag für die Dauer der Probezeit befristet oder handelt es sich um einen länger laufenden Vertrag, bei dem nun der Ablauf der Probezeit bevor steht? Wann endet diese?
    Die Formulierung "Chef und Personalrat dabei, kein Betriebsrat" irritiert mich. Entweder bist du im öffentlichen Dienst, dann gibt es einen Personalrat, oder in der "freien Wirtschaft", dann könnte ein Betriebsrat vorhanden sein. Beides gleichzeitig geht nicht.

    Gibt es bei euch eine Schwerbehindertenvertretu ng? Diese könntest du ansprechen. Die Schwerbehindertenvertretu ng ist in alle Angelegenheiten, die Schwerbehinderte betrifft, einzubeziehen - also auch in die Entscheidung, dich nicht weiter zu beschäftigen.

    Hast du das Gefühl, deine Arbeit bisher gut gemacht zu haben? Möglicherweise handelt es sich lediglich um einen vorgeschobenen Grund, weil aus anderem Anlass eine Unzufriedenheit mit dir herrscht?

    Nicht zuletzt: Die Aussage, dass aufgrund deiner gesundheitlichen Einschränkungen Fehlzeiten erwartet werden, ist in meinen Augen eine einwandfreie Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Entsprechend § 7 AGG ist eine solche Benachteiligung nicht zulässig. Du kannst dich zum einen bei der zuständigen Stelle (bei einem öffentlichen Arbeitgeber ist das in irgend einer Form geregelt) beschweren (§ 13 AGG) und eine Entschädigung verlangen (§ 15 AGG). Das müsstest du gegebenenfalls vor dem Arbeitsgericht einfordern. Die zentrale Frage dabei wird sein, inwiefern du die getroffene Aussage hinreichend belegen kannst.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #3
      Der Arbeitsvertrag ist nicht befristet.
      Der Personalrat ist wohl auch der Schwerbehindertenvertrete r. Ich hatte vorher noch nie was mit ihm zu tun.
      Was meine Aufgaben betrifft mache ich diese wie vorgeschrieben. Da wir verschiedene PC-Programme nutzen, ich nicht tagtäglich damit zu tun habe, ist es teilweise etwas schwierig sich das alles anzueignen. Ich mache mir entsprechende Notizen. Zuviel Notizen, wurde mir gesagt.... Ich denke mal eher man versucht mich hier loszuwerden. Ich denke es ist nicht verkehrt wenn ich mal eine Rechtsberatung mache. Danke für die Info

      Kommentar


      • #4
        Welche Konsequenzen wurden dir denn angedroht?

        Wenn der Vertrag nicht befristete ist muss man dir kündigen. Solange keine Kündigung eingeht, gehst du ganz normal weiter arbeiten.

        Wann genau endet die Probezeit?

        Der Personalrat hat sich nicht für dich eingesetzt?

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        • #5
          Man hat mir keine Konsequenzen angedroht...
          Ich bin noch in der Probezeit. Diese endet zum Ende des Monats und ich gehe ganz normal arbeiten.
          Wie gesagt, den Personalrat habe ich bei dem Gespräch zum ersten mal gesehen/gehört........

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          • #6
            Zitat von hollie Beitrag anzeigen
            Ich bin noch in der Probezeit. Diese endet zum Ende des Monats und ich gehe ganz normal arbeiten.
            Und falls die angedrohte schriftliche Kündigung nicht fristgemäß kommt, gehst du auch weiterhin noch zum arbeiten ...

            Wie gesagt, den Personalrat habe ich bei dem Gespräch zum ersten mal gesehen/gehört.....
            Wurde der von der Arbeitgeberseite aus gleich zum Gespräch eingeladen? In welcher Funktion? Als Personalrat oder als Schwerbehindertenvertretu ng? Wenn du das nicht weißt, frag beim Personalrat nach. Eigentlich kann es nicht sein, dass der PR gleich automatisch dazu gebeten wird - vielmehr müsste dir mitgeteilt werden, dass du die Möglichkeit hast, den PR hinzuzuziehen.

            Bitte den PR darum, ein Protokoll des Gesprächs anzufertigen oder zumindest ein von dir geschriebenes Gesprächsprotokoll als zutreffend gegenzuzeichnen. Wenn es dir auf diese Weise gelingt, den Krankheitsvorwurf bestätigt zu bekommen, hast du einen handfesten Hinweis auf die unzulässige Diskriminierung.

            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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            • #7
              Zitat von hollie Beitrag anzeigen
              Man hat mir keine Konsequenzen angedroht...
              Wie kommst du dann überhaupt auf die Idee, dass man dich los werden will?

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