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Rufbereitschaft - Überstunden

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  • Rufbereitschaft - Überstunden

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    folgende Fragen beschäftigen mich nun schon eine ganze Weile.

    Zum Sachverhalt:

    Ich arbeite unbefristet seit ca. 5 Jahren in einem Betrieb mit unter 10 Mitarbeitern. Ich habe eine Arbeitszeit von wöchentlich 40 Stunden von Montag bis Samstag. Zudem muss ich alle 14 Tage Rufbereitschaft und Telefonbereitschaft machen.
    In der Realität schaut es so aus: Ich arbeite in der Bereitschaftsfreien Woche von Montag bis Donnerstag tägl. 8 Stunden und Freitags 7 Stunden, in der Bereitschaftswoche, Montag bis Freitag 8 Stunden tägl. und Samstag 3 Stunden. Dazu kommt, dass ich von Dienstende bis Dienstbeginn nächster Tag Rufbereitschaft habe. Das heißt ich kann mich aufhalten wo ich möchte, muss aber per Telefon erreichbar sein und wenn nötig schnellstmöglich in die Firma kommen können um zu arbeiten (meist ca. 2 Stunden). Außerdem muss in der Rufbereitschaftswoche, abwechselnd von den Mitarbeitern Telefondienst geleistet werden. Das heißt von Dienstende bis Dienstbeginn am nächsten Tag das umgeleitete Telefon der Firma bedienen und ggf. Kollegen die sich in der Rufbereitschaft befinden zum Arbeiten zu schicken.
    In meinem Arbeitsvertrag steht zur Arbeitszeit nur, das sie 40 Stunden beträgt, von Montag bis Samstag zu erbringen ist und das ich Telefondienst/Nacht-/Wechselschicht/Sonntagsarbeit/Mehr- und Überstundenarbeit zu leisten habe. Soweit Betrieblich erforderlich und gesetzl. zulässig ist.
    Dann gibt es noch eine Dienst- und Verhaltenspflicht - separat zum Arbeitsvertrag. Dort steht auch nochmal ein Punkt zur Arbeitszeit. 40 Stunden, von Montag bis Samstag und Einsatz nach betrieblichen Erfordernissen. Dann weiter, das gemäß betrieblichen Turnusplan oder nach Weisung Sonn- und Feiertagsdienst sowie Bereitschaft (und Telefondienst) von Dienstschluss bis Dienstbeginn zu leisten ist. Außerdem steht geschrieben, dass ich verpflichtet bin bei Erforderlichkeiten über die betriebliche Arbeitszeit hinaus zu arbeiten habe.

    Als Entlohnung erhalte ich:
    Grundlohn
    2 verschieden hohe Pauschalen für Mehrzeiten
    Pauschale für Bereitschaftsdienst
    Zulage zum Telefondienst (Abgerechnet nach Häufigkeit des Dienstes)


    Nach langer Rede nun zu meinen Fragen.
    1. Ist die "Dienst und Verhaltenspflicht" die Neben dem Arbeitsvertrag unterzeichnet wurde als Vertragsbestandteil zu sehen?
    2. Wieviel Mehrheit kann in so eine Pauschale einberechnet werden, sollte nicht nach geleisteter Arbeit gezahlt werden? (Da die Tatsächliche Mehrarbeit einen Stundelohn von ca.4€ entspricht)
    3. Kann ich darauf bestehen die Mehrzeiten nach tatsächlich geleisteter Arbeit abgerechnet zu bekommen?
    4. Zählt der Arbeitsweg zur Dienstzeit?

    Ich freue mich auf die Antworten und schon Mal im voraus Dankeschön!

  • #2
    Welche Brache? Auch auf den KÜ-Schutz wäre zu achten!
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      Ich arbeite als Bestatter. Zu der Mehrarbeit steht im Vertrag nur, dass sie geleistet werden muss. Nicht wieviel, oder we sie vergütet wird. Was sagt da das Gesetz, wieviel stunden ich Mehrarbeiten muss?
      Zuletzt geändert von Thatsme; 05.02.2018, 07:15.

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      • #4
        Mit Mehrarbeit meinst du die Stunden, die du arbeiten musst wenn du Bereitschaft hast und gerufen wirst?
        Die muss extra bezahlt werden, in meinen Augen, komplett.
        Das Pauschale für die Bereitschaft ist nur für die Bereitschaft selber, das Warten, nicht für die Arbeit, zuminest ist das üblicherweise so. Und eine Pauschalabgeltung für Mehrarbeit, wäre eh wahrscheinlich unwirksam.

        Wenn die "Dienst und Verhaltenspflicht" von beiden Seiten unterschrieben wurden, dann sind sie wohl Vertragsbestandteil

        Man kann die Fragen letztlich aber nur beantworten mit den Unterlagen vor sich.

        Dazu wie mein Vorredner schon schrieb, machst du zu viele Wellen, bekommst du evtl. die Kündigung, allerdings denke ich auch in deiner Branche werden Fachkräfte nicht mehr auf den Bäumen wachsen.
        Im übrigen auch bei unter 10 Kollegen kann man einen Betriebsrat gründen (5 und mehr müssen es sein).

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        • #5
          Nur mal so Rufbereitschaft und Bereitschaftsdsienst sind zwei verschieden paar Schuhe. Bei der Rufbereitschaft befindet sich der AN an einem von IHM bestimmten Ort, ist aber während der RB für den AG erreichbar und auf Abruf zur Arbeit bereit. Beim Bereitschaftsdeinst hält sich der AN - im Untershied zur RB an einer vom AG bestimmten Stelle innerhalb oder außerhalb des Betriebes auf und ist bereit, sobald es notwending ist, die Arbeit aufzunehmen.
          Gruß FS
          In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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          • #6
            Ja, den Unterschied von Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft kenne ich. Wir Mitarbeiter leisten Rufbereitschaft aber im Vertrag steht Bereitschaftsdienst.

            "Dazu wie mein Vorredner schon schrieb, machst du zu viele Wellen, bekommst du evtl. die Kündigung, allerdings denke ich auch in deiner Branche werden Fachkräfte nicht mehr auf den Bäumen wachsen.
            Im übrigen auch bei unter 10 Kollegen kann man einen Betriebsrat gründen (5 und mehr müssen es sein).
            "


            Ich will gar nicht so viele Wellen machen. Dennoch möchte ich auf ein Gespräch mit der Geschäftsleitung gut vorbereitet sein. Es geht alleinig darum, dass sich mein Arbeitgeber auch an Regeln halten muss und ich habe das Gefühl das ich das sagen muss.
            Ja, gute Mitarbeiter wachsen in unserer Branche definitiv nicht am Baum. Aber möchte für meine Arbeitszeit die ich leiste einfach nur angemessen entlohnt werden. Ich werde einfach angesäuert, wenn ich Sonntag Nacht um 4 Uhr einen Einsatz habe, Montag um 8 Uhr wieder auf der Matte stehe und dann auf meinem Lohnzettel so eine Pauschale finde.

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            • #7
              Hallo, ohne 11h Ruhezeit ist das ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz. Die Ruhezeit muss auch bei Einsätzen in der Bereitschaft eingehalten werden. Wenn du z.b. von 4-6 Uhr eine Einsatz hast, darfst du erst wieder um 17.00 arbeiten, falls die 11h nicht vor 4 Uhr schon erfüllt waren, also du bis max. 17 Uhr gearbeitet hast, am Vortag.
              Ein Verstoss zieht Bussgelder nach sich, für den Chef, wenn es raus kommt.

              Ansonsten sehe ich das wie du. Ansprechen sollte man es sicher.

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