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Abfindung bei Kündidung

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  • Abfindung bei Kündidung

    Guten Abend,

    ich habe nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit heute die Kündigung erhalten. Da ich wegen verschiedener Krankheiten öfter mal nicht arbeiten kann, bin ich für das Unternehmen nicht mehr „tragbar“. Die Kündigung ist fristgerecht zum 31.07. steht mir in diesem Fall eine Abfindung zu, da der AG mich gekündigt hat. Wir haben ca. 50 Mitarbeiter.

    ich hoffe ihr könnt mir helfen. Vielen Dank im Voraus.

  • #2
    Das ist keine verbindliche Aussage.
    Nur meine persönliche Erfahrung.

    Ich war in der gleichen Situation und bekam wegen ständiger Krankheit und Betriebsunfälle
    bald die Kündigung.

    Dabei spielte es keine Rolle ob der Arbeitgeber die Hauptursache war für wiederkehrende gesundheitliche Ausfälle.

    In meinem Fall wurde eine krankheitsbedingte Kündigung ausgesprochen
    und somit erlosch jeglicher Anspruch auf Abfindung, da ich als Arbeitnehmer nicht mehr die vertraglich vereinbarten
    Arbeiten und Aufgaben bewältigen bzw. ausführen konnte.

    Bei drei Anwälten habe ich mir Rat eingeholt.
    "Aussicht auf Erfolg ist gleich Null"


    Trotzdem solltest du erst mal gegen die Kündigung Einspruch einlagen.

    Da hoffe ich, dass dann bessere Vorschläge kommen.

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    • #3
      Guten Morgen, google mal unter" personenbedingte Kündigung" und schau mal § 1 KschG. Gruß FS
      In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

      Kommentar


      • #4
        Hallo,

        wie groß ist die Firma?

        Gibt es einen Betriebsrat und ist dieser gehört worden? (Darüber muss es dann ein Protokoll geben.)
        Ggf. kannst Du auch mal selbst mit dem Betriebsrat reden.

        Hast Du einen GdB (Grad der Behinderung)?
        Wenn ja, muss auch das Integrationsamt gehört werden.

        Ich würde an Deiner Stelle unbedingt eine Kündigungsschutzklage einreichen.
        Das kannst Du auch selbst formulieren.
        Du kannst mit dem Kündigungsschreiben und Deinem Arbeitsvertrag zum Arbeitsgericht gehen, dort gibt es Rechtspfleger, die Dir beim Verfassen der Klage helfen können.

        Denke daran, dass Du nur 3 Wochen Zeit hast (Ab Erhalt der Kündigung), um eine Klage einzureichen.

        Eine krankheitsbedingte Kündigung ist zwar generell möglich,
        aber auch hieran sind gewisse Anforderungen gestellt, wie z.B.
        Dauer und Häufigkeit der Fehlzeiten, Prognose für die Zukunft.

        Gruß
        Leo
        Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
        Epiktet (50-13, griech. Philosoph
        ************************* ************************* **********************
        Meine Beiträge stellen meine eigene Meinung dar und sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Gogi Beitrag anzeigen
          ich habe nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit heute die Kündigung erhalten. Da ich wegen verschiedener Krankheiten öfter mal nicht arbeiten kann, bin ich für das Unternehmen nicht mehr „tragbar“. Die Kündigung ist fristgerecht zum 31.07. steht mir in diesem Fall eine Abfindung zu, da der AG mich gekündigt hat. Wir haben ca. 50 Mitarbeiter.
          Hallo,

          bei einer Kündigung gibt es kein automatisches Recht auf eine Abfindung. Häufig wird beim Arbeitsgericht eine einvernehmliche Lösung mit Abfindung verhandelt. Voraussetzung dazu ist, dass du gegen die Kündigung eine Kündigungsschutzklage erhebst. Wie Leo bereits richtig gesagt hat, musst du die Klage innerhalb von drei Wochen einreichen. Die Erfolgsaussichten sind von den - hier nicht bekannten - Details abhängig. Auch dazu hat Leo bereits etwas geschrieben.

          Generell kann man sagen, dass die Hürde für eine Kündigung bei zwanzigjähriger Zugehörigkeit für den Arbeitgeber schon sehr hoch ist.

          Falls du die Möglichkeit dazu hast, solltest du dir unbedingt eine fachanwaltliche Unterstützung sichern. Als Gewerkschaftsmitglied oder mit Rechtsschutzversicherung ist das kein Problem - ohne wäre zumindest die Überlegung, einen gewissen Betrag (bis zu knapp 200 Euro) in eine Erstberatung zu investieren.

          Vor allem solltest du dir auch darüber klar werden, ob dein Ziel "nur" eine Abfindung ist oder die Weiterbeschäftigung im Betrieb. Mit angeschlagener Gesundheit in vermutlich "mittlerem Alter" wäre es vielleicht besser, das Arbeitsverhältnis zu sichern und Krankheitsursachen zu bekämpfen.

          Gruß,
          werner

          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...

          Kommentar


          • #6
            Zitat von rodeo Beitrag anzeigen
            .

            In meinem Fall wurde eine krankheitsbedingte Kündigung ausgesprochen
            ...
            Bei drei Anwälten habe ich mir Rat eingeholt.
            "Aussicht auf Erfolg ist gleich Null"


            .
            Wie du ja selbst schon sagst, man muss sich selbst informieren.
            Eine krankheitsbedingte Kündigung ist eine sehr individuelle Angelegenheit.
            Offensichtlich war es bei dir der Fall, dass die Zukunftsprognose schlecht war oder du bist überhaupt nicht unter das Kündigungsschutzgesetz gefallen, da Kleinbetrieb.

            Als Hinweis für Andere hilft das kaum.

            Eine krankheitsbedingte Kündigung ist, wenn das Kündigungsschutzgesetz voll zur Anwendung kommt, für den AG recht schwer durchzusetzen (aber auch nicht unmöglich, wenn die Voraussetzungen gegeben sind), wie werner.h. auch schon gesagt hat.

            Eine Kündigungsschutzklage hat hier eine Chance auf Erfolg, evtl. zahlt der AG schon eine Abfindung um überhaupt keine Prozess führen zu müssen.
            Was juristisch nicht mehr tragbar bedeutet und was ein AG als nicht mehr tragbar empfindet ist halt oft nicht dasselbe.

            Das kann nur der Fachmann beurteilen, der die Unterlagen vor sich hat.

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