Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Wochendarbeit Kindkrank

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Wochendarbeit Kindkrank

    Hallo,

    vorab, ich bin alleinerziehender Vater und habe einen regulären Arbeitsvertrag, ohne Zusatz für Überstunden am Wochenende.

    Seit langem werden Überstunden von verschiedenen Mitarbeitern in der Abteilung am Wochenende abwechselnd durchgeführt. Diese werden vorher gefragt und dann nach Plan eingeteilt.

    Mein Kind wurde freitags krank und die Bescheinigung für die Krankenkasse war vorerst nur für Freitag. Ich wusste nicht ob ich am Samstag arbeiten kann. Das Kind war länger krank, noch montags.

    Eine Mitteilung mit Kopie der Bescheinigung habe ich, wie von der Firmal verlangt, an den Arbeitgeber geschickt.

    Es war schon einmal so und da absehbar war dass ein Kind nach einem Tag nicht gesund ist, hatte der Arbeitgeber für Ersatz gesorgt. Dieses Mal wohl nicht, weil man dachte ich arbeite.
    Ich hatte samstags den Vorgesetzten nicht informiert.

    Man schrieb mir, dass ich das hätte tun sollen. Es gäbe eine "Regelung", die ich aber nicht kenne.

    Es gibt zwar eine Betriebsvereinbarung zu diesen Wochenendarbeiten, aber eine Regelung für Krankheit gibt es darin nicht.
    Gäbe es eine Regelung, hätte ich den Vorgesetzten auch schon freitags informiert.

    Wie sieht das rechtlich aus? Ich kann mir vorstellen, dass ich mal wieder eine Abmahnung reingebraten bekomme. Das machen die gerne.

    Danke und Grüße

    Ralf


  • #2
    Wenn du eine Abmahnung reingebraten bekommst, dann hast du zumindest schriftlich, wie du dich zu verhalten hast.Grundsätzlich denke ich aber der AG hat Recht, du warst unentschuldigt nicht auf der Arbeit.Wie sollte für den AG absehbar sein, dass das Kind länger krank ist, wenn es nur eine AU über einen Tag gibt?

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Ralfes Beitrag anzeigen
      ... Es war schon einmal so und da absehbar war dass ein Kind nach einem Tag nicht gesund ist,
      Guten Morgen,

      das kann man aber nicht als Regel aufstellen. Einem Kind kann es - ebenso wie einem Erwachsenen - an einem Tag furchtbar schlecht gehen, und am nächsten Tag ist alles wieder gut.

      Ich hatte samstags den Vorgesetzten nicht informiert. Man schrieb mir, dass ich das hätte tun sollen. Es gäbe eine "Regelung", die ich aber nicht kenne. Es gibt zwar eine Betriebsvereinbarung zu diesen Wochenendarbeiten, aber eine Regelung für Krankheit gibt es darin nicht.
      Gäbe es eine Regelung, hätte ich den Vorgesetzten auch schon freitags informiert.
      Die Regelung ergibt sich aus dem Entgeltfortzahlungsgesetz . Sie muss nicht nochmals als Betriebsvereinbarung oder ähnlichem extra aufgeschrieben werden. So lange keine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbesche inigung vorliegt, hast du dich an jedem Arbeitstag spätestens zu Arbeitsbeginn erneut krank zu melden. Anderenfalls ist das ein Verstoß gegen die Anzeigepflicht. Du kannst dich nicht im voraus für mehrere Tage krank melden. Die Frage, wie lange eine Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich vorliegen wird, muss vom Arzt aufgrund des Befundes und seines ärztlichen Wissens beantwortet werden und nicht vom Mitarbeiter anhand seiner Lebenserfahrung.

      Für "Kind krank" gilt das Entgeltfortzahlungsgesetz zwar nicht, aber die Systematik ist im Prinzip vergleichbar.

      Wie sieht das rechtlich aus?
      Ganz einfach: Für jeden ungeplanten Abwesenheitstag hast du deinen Arbeitgeber zu informieren und gegebenenfalls die Zustimmung einzuholen. Bei einer Erkrankung des Kindes zu Lasten der Krankenkasse ist natürlich keine Genehmigung des AG erforderlich, aber die Anzeigepflicht besteht trotzdem. Du kannst nicht davon ausgehen, dass dein AG schon ahnen wird, wie lange du möglicherweise der Arbeit fernbleiben wirst.

      Ich kann mir vorstellen, dass ich mal wieder eine Abmahnung reingebraten bekomme. Das machen die gerne.
      Vermutlich aber nicht unbegründet, sondern weil "die" nicht wissen, wie sie den Laden sonst in den Griff bekommen.

      Gruß,
      werner

      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...

      Kommentar


      • #4
        OK, im Grunde hätte ich, wir mir mittlerweile die Personalabteilung mitgeteilt hat, den Vorgesetzten informieren müssen. Das sehe ich ein,

        Dieser sagte aber, ich hätte die Bereitschaft anrufen müssen.

        Da genau ist der Haken. Wie kann ich den Vorgesetzten am Wochenende informieren, wenn keiner im Büro ist? Wenn der Chef keine Bereitschaft hat, geht er am Firmenhandy nur bei wichtigen Nummern ran, meine kennt er gar nicht auswendig.

        OK, dann rufe ich die Bereitschaft an. Ich wusste nicht wer hat und die Nummern habe ich zuhause nicht.

        Mein Fehler war, dem Arzt nicht zu sagen dass ich außerplanmäßig am Wochenende für Arbeit eingeteilt war, sonst hätte er bis Sonntag bescheinigt. Dann hätte man schon am Freitag für Ersatz sorgen können.

        Die Bescheinigung des Kinderarztes ist keine AU, sondern für die Krankenkasse und das Kinderkrankengeld. Der AG hat in dieser Zeit den Arbeitnehmer freizustellen. Der AG bekommt eine Kopie.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Ralfes Beitrag anzeigen
          OK, im Grunde hätte ich, wir mir mittlerweile die Personalabteilung mitgeteilt hat, den Vorgesetzten informieren müssen. Das sehe ich ein,

          Dieser sagte aber, ich hätte die Bereitschaft anrufen müssen.

          Da genau ist der Haken. Wie kann ich den Vorgesetzten am Wochenende informieren, wenn keiner im Büro ist? Wenn der Chef keine Bereitschaft hat, geht er am Firmenhandy nur bei wichtigen Nummern ran, meine kennt er gar nicht auswendig.

          OK, dann rufe ich die Bereitschaft an. Ich wusste nicht wer hat und die Nummern habe ich zuhause nicht.
          Falls es tatsächlich eine Abmahnung geben sollte, müsste darin auch stehen, wie du dich in solchen Fällen zu verhalten hättest. Daran könntest du dich in Zukunft orientieren.

          Nun ist aber durch diesen Vorfall aufgefallen, dass es anscheinend eine Regelungslücke gibt. Es muss bekannt sein, wer in solchen Fällen zu informieren ist. Wenn es um Arbeiten außerhalb der Bürozeiten geht, hat der Verantwortliche eine Ansprechbarkeit zu gewährleisten - entweder durch sich selbst oder durch eine bekanntzugebende Anlaufstelle.

          Mein Fehler war, dem Arzt nicht zu sagen dass ich außerplanmäßig am Wochenende für Arbeit eingeteilt war, sonst hätte er bis Sonntag bescheinigt. Dann hätte man schon am Freitag für Ersatz sorgen können.
          Eben. Das war ein Fehler. Den wirst du nicht mehr machen.

          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...

          Kommentar

          Unconfigured Ad Widget

          Einklappen

          Google

          Einklappen
          Lädt...
          X