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Wie ist es mit der Urlaubsregelung bei einem Mini Job?

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  • Wie ist es mit der Urlaubsregelung bei einem Mini Job?

    Hallo,

    Seit Juni diesen Jahres arbeite ich als Krankheitsvertretung in einem Einrichtungsmarkt als geringfügig beschäftigt, mit einem befristet Arbeitsvertrag,der ende November ausläuft und ich die Tage wieder einen befristeten Arbeitsvertrag bis ende Mai bekommen habe.
    Beim Einstellungsgespräch hat der Marktleiter mir gesagt, das mir drei Wochen Urlaub bis ende des Jahres zustehen (18 Tage). 12 Tage (Samstage werden mit gerechnet) hatte ich schon im Sommer, da wir den Urlaub schon gebucht hatten. So habe ich nach meiner Rechnung noch 6 Urlaubstage.
    Ich arbeite an drei Tagen in der Woche. Normal feste Tage, kann aber auch abweichen. Feiertage muss ich ,wenn mein fester Arbeitstag auf einen Feiertag fällt rausarbeiten, damit ich meine monatlichen Stunden voll bekomme. Normalerweise muss ich Montag, Mittwoch und Freitag arbeiten. Pfingsten z.B. musste ich wegen Pfingstmontag Dienstag arbeiten und dann die beiden weiteren Tage.
    Er hat mir gesagt,das es ja normalerweise im Einzelhandel 6 Arbeitstage gibt und ich daher meine drei Tage arbeiten muss.
    Wir müssen uns immer am PC an und abmelden,damit wir auch unsere Stunden machen. Ich muss 50 Stunden im Monat arbeiten.
    Einen Urlaubstag habe ich mir am 30 Oktober als Brückentag genommen. Da ja Dienstag und Mittwoch Feiertag war. Donnerstag und Freitag musste ich dann wieder arbeiten. mit dem Donnerstag musste ich den Mittwoch rausarbeiten. So habe ich nach meiner Rechnung noch 5 Urlaubstage.
    Die restlichen Urlaubstage wollte ich mir eigentlich zwischen Weihnachten und Neujahr nehmen. Mein Chef hat mir aber heute gesagt , dass ich nur noch zwei Urlaubstage in diesem Jahr habe.
    Er hat mir erklärt, das mir ja nur 9 Tage Urlaub zustehen würden und ich bereitz 7 davon genommen hätte. Im Einstellungsgespräch hat er mir aber das nicht so gesagt. Er meinte auch, das ich mir in Zukunft nur volle Wochen Urlaub nehmen könnte, da das wegen der geringfügigen Beschäftigung nicht anders machbar wäre.
    Ich bin jetzt etwas irritiert und weiß nicht, was nun richtig ist.
    Da ich die Einzige geringfügige Beschäftigte in diesem Geschäft bin, können meine Kollegen mir auch die Frage nicht beantworten.
    Da ich ja wieder einen neuen befristeten Vertrag bis ende Mai bekommen habe, weiß ich auch nicht wie viele Urlaubstage mir nun zustehen.
    Über Infos und Radschläge wäre ich dankbar, da ich schon mal einen Minijob hatte, wo ich in knapp zwei Jahren nur 14 Tage Urlaub hatte.
    Noch zur Info, meine Kolleginnen und Kollegen in Vollzeit bekommen 36 Urlaubstage,da ja an 6 Tagen gearbeitet wird und sie bei einer Woche Urlaub auch 6 Urlaubstage abgezogen bekommen.

  • #2
    Zitat von nudel1301 Beitrag anzeigen
    ..., das mir drei Wochen Urlaub bis ende des Jahres zustehen (18 Tage). ...
    Noch zur Info, meine Kolleginnen und Kollegen in Vollzeit bekommen 36 Urlaubstage,da ja an 6 Tagen gearbeitet wird und sie bei einer Woche Urlaub auch 6 Urlaubstage abgezogen bekommen.
    Hallo,

    das bedeutet also, dass jede/r von euch sechs Wochen Urlaub im Jahr bekommen soll. Eine Drei-Tage-Woche ist die Hälfte der Sechs-Tage-Woche, folglich sind 18 statt 36 Urlaubstage korrekt. Da du im Jahr 2017 nur ein halbes Jahr gearbeitet hast, werden diese 18 Tage wiederum halbiert - ergibt also neun Tage. Somit hat dein Chef für's erste recht.

    Ich arbeite an drei Tagen in der Woche. Normal feste Tage, kann aber auch abweichen.
    Empfehlenswert ist es, die Tage genau festzulegen und nicht davon abzuweichen. Das gibt sonst immer wieder Unklarheiten und Ärger bei der Urlaubsberechnung.

    Feiertage muss ich ,wenn mein fester Arbeitstag auf einen Feiertag fällt rausarbeiten, damit ich meine monatlichen Stunden voll bekomme. Normalerweise muss ich Montag, Mittwoch und Freitag arbeiten. Pfingsten z.B. musste ich wegen Pfingstmontag Dienstag arbeiten und dann die beiden weiteren Tage.
    Das ist falsch. Wenn Feiertage auf einen geplanten Arbeitstag fallen, hast du ein Recht auf bezahlte Freistellung. Vor- oder Nacharbeiten musst du dafür nicht (§ 2 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz ).

    Er hat mir erklärt, das mir ja nur 9 Tage Urlaub zustehen würden
    Ja - bezogen auf das halbe Jahr 2017. Dir steht gleich viel Urlaub zu wie deinen Vollzeit-Kolleg/innen - also sechs Wochen im ganzen Jahr bzw. drei Wochen für ein Halbjahr.

    Er meinte auch, das ich mir in Zukunft nur volle Wochen Urlaub nehmen könnte, da das wegen der geringfügigen Beschäftigung nicht anders machbar wäre.
    Natürlich ist das anders machbar - unter der Voraussetzung, dass die Arbeitstage festgelegt sind und keine Verschiebungen vorgenommen werden.

    12 Tage (Samstage werden mit gerechnet) hatte ich schon im Sommer, da wir den Urlaub schon gebucht hatten. So habe ich nach meiner Rechnung noch 6 Urlaubstage.
    Umgerechnet auf die Drei-Tage-Woche hattest du sechs Tage Urlaub, verbleiben also noch drei Resttage.

    Einen Urlaubstag habe ich mir am 30 Oktober als Brückentag genommen.
    Minus eins, bleiben zwei.

    Da ja Dienstag und Mittwoch Feiertag war. Donnerstag und Freitag musste ich dann wieder arbeiten. mit dem Donnerstag musste ich den Mittwoch rausarbeiten.
    Der Donnerstag war für dich ein zusätzlicher Arbeitstag (siehe oben - bezahlte Freistellung an Feiertagen). Der muss dir also abgegolten werden - in Geld oder Freizeit (nach Wahl des Arbeitgebers).

    Die restlichen Urlaubstage wollte ich mir eigentlich zwischen Weihnachten und Neujahr nehmen. Mein Chef hat mir aber heute gesagt , dass ich nur noch zwei Urlaubstage in diesem Jahr habe.
    Dafür reichen dir die zwei verbleibenden Urlaubstage aus. Denn der Montag ist ein Feiertag, da brauchst du keinen Urlaub und keine Nacharbeit ...

    Da ich ja wieder einen neuen befristeten Vertrag bis ende Mai bekommen habe, weiß ich auch nicht wie viele Urlaubstage mir nun zustehen.
    Von 1. Januar bis 31. Mai 2018 stehen dir 5/12 von 18 Tagen (bezogen auf die Drei-Tage-Woche) zu, also 7,5 bzw. gerundet acht Urlaubstage.

    Die Urlaubsberechnung, die dein Chef macht, ist also korrekt. Nicht korrekt ist die unbezahlte Feiertagsnacharbeiterei. Mit diesem Wissen kannst du nun wieder das Gespräch mit ihm suchen. Ob er das dann gleich einsieht oder ob er Druck ausübt, kann von hier aus natürlich niemand sagen.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...

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    • #3
      Hallo, vielen Dank für Deine Antwort.
      Also sind die 9 Tage korrekt!
      Mit dem Nacharbeiten werde ich wohl kein Recht bekommen, da ich ja wie schon geschrieben mich am PC an und abmelden muss. Wenn ich die Tage nicht komme,fehlen mir ja die Stunden und ich komme am Ende des Monats nichts auf 50 Stunden so nach Aussage meine Chefs (Marktleiter). Er bekommt ja auch die Anweisungen von oben. Als ich die 14 Tage Sommerurlaub hatte,musste ich vorher die Hälfte vorarbeiten und den Rest wurde bezahlt. Ich habe schon mit einen Bekannten kurz gesprochen,der beim Arbeitsamt arbeitet. Leider würde in den meisten Fällen bei den Minijobs nicht korrekt abgerechnet. Aus Erfahrung weiß er,das wenn man sich beschwert entlassen wird, da der nächste schon auf der Warteliste steht. Ich müsste es wohl oder übel so hinnehmen oder mir eine andere Stelle suchen. In Teilzeit wäre es oft nicht anders.

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      • #4
        Habe heute nochmal das Thema angeschnitten. Entweder akzeptiere ich das so oder andere Stelle suchen. Ich muss im Monat meine Stunden machen und auch meine drei Tage in der Woche. Wir haben eine Teilzeitkraft die auch an drei festen Wochentagen kommt. Sie braucht, wenn ihr Arbeitstag auf einen Feiertag fällt, nicht nachzuarbeiten. Mein Chef meint, ich hätte ja auch nur einen Mini Job. Recht haben und Recht bekommen ist wohl einerlei.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von nudel1301 Beitrag anzeigen
          Habe heute nochmal das Thema angeschnitten. Entweder akzeptiere ich das so oder andere Stelle suchen.
          Letztendlich müsstest du dein Recht einklagen. Da davor die meisten Arbeitnehmer/innen zurückschrecken, fahren die betreffenden AG mit dieser Masche weiterhin gut. "Andere Stelle suchen" würde voraussetzen, dass dein AG dir zuvor kündigt - du selbst musst dich nicht im vorauseilenden Gehorsam wegbewerben. Eine AG-Kündigung nach vorheriger Klage deinerseits könnte wiederum gegen das gesetzliche Maßregelungsverbot verstoßen.

          Letztendlich finden solche AG jedoch immer wieder Mittel und Wege, unliebsame AN aus dem Betrieb hinauszudrängen - auch ohne Kündigung. So etwas steht man allenfalls durch, wenn man eine fundierte rechtliche Unterstützung hat.

          Wir haben eine Teilzeitkraft die auch an drei festen Wochentagen kommt. Sie braucht, wenn ihr Arbeitstag auf einen Feiertag fällt, nicht nachzuarbeiten.
          Genau so ist es. Und das gilt für dich ebenso.

          Mein Chef meint, ich hätte ja auch nur einen Mini Job.
          Wo ist da der Unterschied? Minijobs unterliegen als eine Form der Teilzeitarbeit den gleichen Regelungen wie alle anderen Arbeitsverhältnisse auch.

          da ich ja wie schon geschrieben mich am PC an und abmelden muss. Wenn ich die Tage nicht komme,fehlen mir ja die Stunden
          Das spielt keine Rolle, auf welche Weise die Arbeitszeit erfasst wird. Dann muss dein AG eben dafür sorgen, dass die Feiertage auf andere Weise nachgetragen werden können. Bei deiner Teilzeitkollegin und den Vollzeit-AN funktioniert das doch auch ...

          Er bekommt ja auch die Anweisungen von oben.
          "Die da oben" wissen sicher ganz genau, was Recht und Gesetz ist. Hast du die Möglichkeit, mit jemandem von "oben" zu sprechen? Gibt es eine zentrale Personalabteilung? Existiert möglicherweise ein Betriebsrat?

          Als ich die 14 Tage Sommerurlaub hatte,musste ich vorher die Hälfte vorarbeiten und den Rest wurde bezahlt.
          Das heißt, du hattest in Wirklichkeit gar keine zwei Wochen von deinem Urlaubsanspruch genommen, sondern nur eine Woche? Damit wäre dein Restanspruch jetzt bei 5 - statt 2 - Tagen.

          Lass dich von diesem AG nicht veräppeln. Versuche, mit einer Instanz oberhalb des Marktleiters darüber zu diskutieren. Die Argumente sind auf deiner Seite. Ob du bereit bist, das notfalls arbeitsrechtlich durchzufechten, musst du dann für dich entscheiden. Und dann solltest du dich tatsächlich auf die Suche nach einem AG machen, der bereit ist, das geltende Recht einzuhalten.




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          • #6
            Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
            Letztendlich müsstest du dein Recht einklagen. ... Und dann solltest du dich tatsächlich auf die Suche nach einem AG machen, der bereit ist, das geltende Recht einzuhalten.
            P.S.: Wenn du die Möglichkeit zu einem kurzfristigen Stellenwechsel hast, kannst du natürlich auch erst selbst kündigen und dann die offenen Ansprüche (Urlaubsabgeltung und finanziellen Ausgleich für die "Feiertagsarbeit") einklagen. So gehst du der Schikane aus dem Weg. Allerdings gibt es in vielen Arbeits- und Tarifverträgen Ausschlussfristen von z.B. drei oder sechs Monaten, die das rückwirkende Einfordern von Leistungen eindämmen sollen. Das müsstest du gegebenenfalls zuvor recherchieren.

            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...

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            • #7
              Danke schön. Ich habe wiedermalst mit meinem Chef darüber gesprochen. Ich bekomme zwischen Weihnachten und Neujahr frei,wenn ich den Montag (1 Weihnachtstag) rausarbeite. Im Arbeitsvertrag steht,so laut Chef, das meine wöchentlichen Arbeitszeiten variabel und abhängig vom Bedarf sind. Die konkrete Arbeitszeiteinteilung erfolgt mit Abstimmung des betrieblichen Vorgesetzten (haben wir ja bei Einstellungsgespräch besprochen). Der Arbeitnehmer ist mit einer flexiblen Verteilung der Arbeitszeit nach betrieblichen Erfordernissen einverstanden, wenn die jeweiligen Bestimmungen, insbesondere des Ladenschlussgesetzes, eingehalten werden. Fehlzeiten, wie z. B. Krankheitstage, errechnen sich anhand der durchschnittlichen täglichen Arbeitszeit. ( bei einem Tag krank ohne Krankenschein, muss ich den Tag nacharbeite, so nach meinem Chef, hatte ich zum Glück noch nicht). Das steht z. T. im Arbeitsvertrag unter Arbeitszeiten.
              Leider steht,wie schon geschrieben, nichts über Urlaubstage und wie sie berechnet werden drin.
              Meine Freundin meint,wenn nichts drin steht müsste ich wohl von 24 Tage nach BurlG ausgehen, geteilt durch zwei sind zwölf Tage. Also würde mir gar keinen Urlaub mehr zustehen.
              Mit der Ausschlussfristen steht drin.
              Ich würde ja gerne in Teilzeit arbeiten gehen,aber ich suche schon so lange und war froh,das ich das hier gefunden habe. Ich war aufrund der Betreuung meiner Kids zuhause bzw. im Mini Job. Habe immer nur schlechte Erfahrungen damit gemacht.
              Bei uns in der in der Region sind Mini Jober Arbeiter zweiter Klasse. Eine Bekannte bekommt bei Krankheit und Urlaub z.B. kein Gehalt.
              Zuletzt geändert von nudel1301; 05.12.2017, 14:08.

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