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rechtswidrige Entgeltschmälerung bzw. -vorenthaltung

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  • rechtswidrige Entgeltschmälerung bzw. -vorenthaltung

    Hallo zusammen,

    ich bräuchte eure Hilfe, und zwar bin ich bei einer österreichischen Firma angestellt, jedoch gilt für mich das Deutsche Arbeitsrecht, da der Arbeitsort Deutschland ist.

    Aufgrund einer vorliegenden Entgeltvorenthaltung möchte ich wissen ob es irgendwo gesetztlich geregelt ist, dass man also Arbeitnehmer eine vorzeitige Kündigung oder vorzeitige Auflösung, sprich ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, aussprechen kann???

    In Österreich ist dies in §1162 ABGB geregelt. Hier heißt es:
    Das Dienstverhältnis kann, wenn es für bestimmte Zeit eingegangen wurde, vor Ablauf dieser Zeit, sonst aber ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist von jedem Teile aus wichtigem Gründen vorzeitig gelöst werden.
    Ein wichtiger Grund wäre in dem Fall wenn der AG seiner arbeitsvertraglichen Verpflichtung zur Entgeltzahlung nicht ordnungsgemäß nachkommt.

    Des weiteren möchte ich wissen, ob es rechtskräftig wäre wenn ich den AG schriftlich darauf hinweisen würde welche Ansprüche trotz Fälligkeit noch offen wären und das Schreiben auch eine Fristsetztung hierfür enthalten würde. Ich würde Ihn auch darauf hinweisen, dass wenn er der Fristsetztung nicht nachkommt ich mir das Recht zum vorzeitigen Austritt vor.
    Könnte ich damit durchkommen und die Kündigungsfrist umgehen????

    Danke im Voraus für Eure Hilfe

    LG Biggy

  • #2
    AW: rechtswidrige Entgeltschmälerung bzw. -vorenthaltung

    Zitat von biggy03 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich bräuchte eure Hilfe, und zwar bin ich bei einer österreichischen Firma angestellt, jedoch gilt für mich das Deutsche Arbeitsrecht, da der Arbeitsort Deutschland ist.

    Aufgrund einer vorliegenden Entgeltvorenthaltung möchte ich wissen ob es irgendwo gesetztlich geregelt ist, dass man also Arbeitnehmer eine vorzeitige Kündigung oder vorzeitige Auflösung, sprich ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, aussprechen kann???

    In Österreich ist dies in §1162 ABGB geregelt. Hier heißt es:
    Das Dienstverhältnis kann, wenn es für bestimmte Zeit eingegangen wurde, vor Ablauf dieser Zeit, sonst aber ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist von jedem Teile aus wichtigem Gründen vorzeitig gelöst werden.
    Ein wichtiger Grund wäre in dem Fall wenn der AG seiner arbeitsvertraglichen Verpflichtung zur Entgeltzahlung nicht ordnungsgemäß nachkommt.

    Des weiteren möchte ich wissen, ob es rechtskräftig wäre wenn ich den AG schriftlich darauf hinweisen würde welche Ansprüche trotz Fälligkeit noch offen wären und das Schreiben auch eine Fristsetztung hierfür enthalten würde. Ich würde Ihn auch darauf hinweisen, dass wenn er der Fristsetztung nicht nachkommt ich mir das Recht zum vorzeitigen Austritt vor.
    Könnte ich damit durchkommen und die Kündigungsfrist umgehen????

    Danke im Voraus für Eure Hilfe

    LG Biggy
    Für die Kündigung durch den Arbeitnehmer gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die außerordentliche Kündigung durch den AG. Lohnrückstände können ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung sein, sofern sie zeitlich oder dem Betrag nach nicht unerheblich sind und der AN den AG angemahnt hat.
    Des weiteren möchte ich wissen, ob es rechtskräftig wäre wenn ich den AG schriftlich darauf hinweisen würde welche Ansprüche trotz Fälligkeit noch offen wären und das Schreiben auch eine Fristsetztung hierfür enthalten würde. Ich würde Ihn auch darauf hinweisen, dass wenn er der Fristsetztung nicht nachkommt ich mir das Recht zum vorzeitigen Austritt vor.
    Würde genau so vorgehen. Zusätzlich kannst Du den AG noch darauf hinweisen, dass Du Schadensersatzanspruche nach § 628 BGB in Erwägung ziehst.
    Motto: „Lohn- und Arbeitsbedingungen sind nicht das Ergebnis von Billigkeitserwägungen, sondern der Ausdruck realer Machtverhältnisse. Nicht nach Recht und Gerechtigkeit füllt die Entscheidung darüber, ob die Löhne steigen oder fallen, ob Acht- oder
    Zehnstundenarbeitstag; alle Diskussionen darüber, ob das eine oder andere jeweils richtig und angemessen sei, sind nutzlos, der Stärkere setzt seinen Standpunkt durch.“
    Dr. Ernst Heller
    12. November 1925 im Unternehmerorgan „Das Holz“.

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    • #3
      AW: rechtswidrige Entgeltschmälerung bzw. -vorenthaltung

      Wie kann man die Möglichkeit der ao Kündigung nach österreichischem Recht begründen, den Schadenersatzanspruch aber nach deutschem?

      Kommentar


      • #4
        AW: rechtswidrige Entgeltschmälerung bzw. -vorenthaltung

        Zitat von Angela Beitrag anzeigen
        Wie kann man die Möglichkeit der ao Kündigung nach österreichischem Recht begründen,
        Wer spricht denn vom österreichischem Arbeitsrecht?
        den Schadenersatzanspruch aber nach deutschem?
        Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
        Motto: „Lohn- und Arbeitsbedingungen sind nicht das Ergebnis von Billigkeitserwägungen, sondern der Ausdruck realer Machtverhältnisse. Nicht nach Recht und Gerechtigkeit füllt die Entscheidung darüber, ob die Löhne steigen oder fallen, ob Acht- oder
        Zehnstundenarbeitstag; alle Diskussionen darüber, ob das eine oder andere jeweils richtig und angemessen sei, sind nutzlos, der Stärkere setzt seinen Standpunkt durch.“
        Dr. Ernst Heller
        12. November 1925 im Unternehmerorgan „Das Holz“.

        Kommentar


        • #5
          AW: rechtswidrige Entgeltschmälerung bzw. -vorenthaltung

          ich bräuchte eure Hilfe, und zwar bin ich bei einer österreichischen Firma angestellt, jedoch gilt für mich das Deutsche Arbeitsrecht, da der Arbeitsort Deutschland ist.

          Aufgrund einer vorliegenden Entgeltvorenthaltung möchte ich wissen ob es irgendwo gesetztlich geregelt ist, dass man also Arbeitnehmer eine vorzeitige Kündigung oder vorzeitige Auflösung, sprich ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, aussprechen kann???

          In Österreich ist dies in §1162 ABGB geregelt. Hier heißt es:
          Das Dienstverhältnis kann, wenn es für bestimmte Zeit eingegangen wurde, vor Ablauf dieser Zeit, sonst aber ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist von jedem Teile aus wichtigem Gründen vorzeitig gelöst werden.
          Ein wichtiger Grund wäre in dem Fall wenn der AG seiner arbeitsvertraglichen Verpflichtung zur Entgeltzahlung nicht ordnungsgemäß nachkommt.

          Des weiteren möchte ich wissen, ob es rechtskräftig wäre wenn ich den AG schriftlich darauf hinweisen würde welche Ansprüche trotz Fälligkeit noch offen wären und das Schreiben auch eine Fristsetztung hierfür enthalten würde. Ich würde Ihn auch darauf hinweisen, dass wenn er der Fristsetztung nicht nachkommt ich mir das Recht zum vorzeitigen Austritt vor.
          Könnte ich damit durchkommen und die Kündigungsfrist umgehen????

          Danke im Voraus für Eure Hilfe

          LG Biggy
          Die Threaderstellerin

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