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Alt 11.10.2017, 12:34
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Standard Fristlose Kündigung -Beleidigung betriebsfremder Personen

Ein verlässlicher Mitarbeiter (Installateur) 23 Jahre im Unternehmen soll bzw. hat gestern eine fristlose Kündigung erhalten.
Ich möchte vorwegnehmen, dass selbst der MA uns gegenüber äußerte, dass er sich verbal extrem im Tonfall vergriffen hat, er dies auch bedaure.
Dieser Ausraster passierte ihm allerdings nicht gegenüber einem Kollegen, Chef, oder direkten Kunden, sondern es handelt sich um Bewohner / Mieter / Besucher eines Wohnblocks. Er musste an dem Tag eine schwere Gerätschaft abliefern, wozu er keine Hand frei hatte.
Als er den Block betrat, kam ihm eine ältere Dame entgegen, welche ihm gegenüber äußerte: " Andere wären höflicher und würden die Tür aufhalten".
Warum auch immer brachte diese Kleinigkeit den MA zu einem verbalen Ausfall" So ungefähr, ob sie die alte Schabracke nicht sehe, dass er keine Hand frei habe, wie er ihr dann die Tür aufhalten solle".
Dann mischte sich eine weitere Dame ein, welche ihm asoziales Verhalten vorwarf und nun ging die Post richtig ab. Diese Wörter möchte ich hier aber nicht wiederholen, da diese eh gelöscht würden, wegen der Obszönität.
Als Krönung wurde diese Eskalation auf einem Handy aufgezeichnet von einem anderen Mitarbeiter, aber einer anderen Firma.
Dies im groben der Sachverhalt, den der Kollege auch nicht bestreitet oder versucht zu verharmlosen.
Nun zum arbeitsrechtlichen Teil. Wir als BR finden eine fristlose Kündigung überzogen, wir sind uns nicht mal sicher, ob diese oder auch eine fristgerechte K. überhaupt rechtens wäre, da diese Angelegenheit nicht gegenüber dem og. betrieblich relevanten Personenkreis stattfand, aber sehr wohl während der Arbeitszeit.
Wie seht ihr das? Ist dies eine arbeitsrechtliche Angelegenheit, oder geht hier der AG zu weit, da es sich um eine betriebsfremde Person, also nicht einmal einen indirekten Bezug (Kunde) zur Firma hat? Das unser AG sauer ist verstehen wir ja.
Gibt es eine "Haftung" des Arbeitgebers in solch einem Fall? Oder wäre in solch einer Situation nicht eher die Strafgerichte zuständig, wofür es ein Strafantrag der Damen vorliegen müsste.
Käme in diesem Fall zu tragen, um es mal zu übertreiben:
"Der Kollege hätte eine " Straftat " während seiner Arbeitszeit begangen?" Obwohl, wenn ich so an Berufskraftfahrer usw. denke, dürften dann die wenigsten noch Ihren Job haben.
Danke im Voraus!
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