|
|||
|
Hallo!
Ich bitte mal um etwas Mithilfe. Mein erstes Staatsexamen liegt schon etwas zurück und Arbeitsrecht war nicht nur nicht mein Spezialgebiet. Derzeit bin ich als Personalverantwortlicher bei einem öffentlichen Münchner Arbeitgeber beschäftigt. Ich selbst bin dabei für ca. 340 Mitarbeiter zuständig. Vor wenigen Tagen traf ich zufällig eine ehemalige Azubine wieder. Sie war vor gut 3 Jahren (1. Lehrjahr) in meiner Abteilung zum Praktikum u.a. auch bei mir. Sie war eine sehr sympatische und gut arbeitende Persönlichkeit. Ich konnte ihr sehr viel vermitteln. Irgendwann ging sie dann weg. Kurz vor ihren Wechsel trat unser Direktor (50) an sie heran und meinte er könne, wenn sie ihre Lehre (Personalkauffrau) beendet hätte, ein gutes Wort für sie einlegen. Dazu schrieb er sich ihre Telefonnummer(n), Adresse und Mail-Adresse auf. Ich bekam es zufällig mit und dachte mit schon etwas dabei. Nun ist ja jeder erwachsen und dass es dann so läuft wie es dann lief war mir dann doch etwas zu heftig. Denn als ich sie vor Kurzem wieder traf, war sie kaum wieder zu erkennen. Sie sah schlecht aus. Nach wenigen Augenblicken konnte sie sich mir (38/m) öffnen, denn ich war wohl so etwas wie eine Person, der sie instinktiv vertraute. Sie erzählte mir, dass sie von unserem Direktor kurz vor ihrem Vorstellungsgespräch (als es darum ging ob sie einen Job in unserer Firma bekommt) zu nächtlicher Stunde angerufen und in eine "Location" eingeladen wurde, um mit ihm "einen Kaffee zu trinken". Dabei könne man sich über ihre Bewerbung und die weitere Karriere unterhalten. Sie ging darauf nicht ein. Wenige Tage später fand dann das Vorstellungsgespräch statt. Sie war eine von 3 Bewerberinnen (für 2 Stellen). Obwohl sie als einzige mit 2 abschloss (die anderen mit 2 und 3) bekamm sie als einzige keine Stelle. An dieser Stelle ist schon alles erklärt. Geoutet hat sie sich diesbezüglich nicht. Sie meint unsere Frauenvertretung sei doch evtl. auch nur mit dem Direktur verstrickt. Zufällig bekam sie unserer Firma noch einen anderen (schlecht) bezahlten Job und auch nur befristet für 2 Jahre. Wie ist die Rechtslage? Man findet nur wenige Hinweise im Netz wie damit umzugehen ist. Ich denke die Rechtslage gibt schon viel her, auch wenn die Beweislage dünn ist. Nun möchte ich nicht wissen wie hoch die Dunkelziffer ist und wenn ich mir überlege, dass zur Zeit wieder junge Frauen in seiner Nähe arbeiten wird mir auch nicht besser. Wie muss ich mich aus ethischer und rechtlicher Perspektive verhalten. Welche Möglichkeiten gibt es, dabei berücksichtigend, dass ich selbst und auch sie nicht durch Repressalien gefährden will? Was kann man falsch machen, was muss man tun? cuias ultima |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
|
|