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Danke vorab wer sich die Zeit nimmt meinen Pool zu lesen und zu kommentieren.
Meine Firma besitzt Niederlassungen weltweit. Hauptsitz ist in Nordamerika, es gibt ein Hauptquartier in London für EMEA und Niederlassungen in verschiedensten Ländern, darunter auch mehrere Niederlassungen in Deutschland. Ich arbeite seit fünf Jahren in einer deutschen Niederlassung Home Office basierend. Meine Aufgabe ist, dass ich 75% meiner Arbeitszeit Kunden in Europa, Mittlerer Osten, Afrika etc. besuche um dort vor Ort Produktschulungen verschiedenster Art vorzunehmen. Sprich ich reise seit fünf Jahren durch die Welt. Mein Teamlead ist in England, mein Direktor in Nordamerika, wir die Familie und ich leben in Deutschland. Weiter bin ich in dieser Zeit der Firma und den Kunden sehr wertvoll geworden und sehr beliebt. Im August 2010 beschloss die Firma ein Kostenreduzierungsprogram (head count). Genaueres gab es dazu nicht, außer dass mein Team um ca 50% reduziert wurde. Was und wie da vorgegangen wurde weiss ich nicht. Ich hatte einen Anruf von meinem Direktor und Manager die mir sagten, das betreffe mich nicht. Jedoch werde ich keine Trainings mehr machen sondern externe Trainer ausbilden, diese an neuen Produkten ausbilde und bei diesen Trainingspartnern dann Qualitätssicherung mache. Heisst mein letztes Kundentraining machte ich Ende Dezember 2011 und jetzt im Januar 2012 Ausbildung an der neuen Vertragspartei. Vor zwei Tagen bekam mein Team und ich kurzfristig einen Kalendereintrag vom Direktor für eine Telefonkonferenz. Diesen erfüllte ich auf einem Flughafen kurz vor Abflug in ein anderes Land. Ich war zum Zeitpunkt der Konferenz nicht in Deutschland. In der Konferenz wurde uns mitgeteilt, dass das Team mit ca zehn Mitgliedern aufgelöst ist. Es wird ein neues ähnliches Team gebildet, jedoch reduziert. Es gibt zwei Positionen für mein Berufsfeld. Alle diese neuen Positionen sind Office gebunden und sind in der Geschaeftsstelle in England. Die neue Stellenbeschreibung der mich ansprechenden Stelle beinhaltet wieder 75% Reisetätigkeit. Das würde jetzt für mich bedeuten ich verlege meinen Lebensmittepunkt von Deutschland nach England. Ich bin mir sehr bewusst, dass dies ein riesiger Nachteil für mich wäre, sprich sozial schlechter abgesichert, geringeres Einkommen, hohe und doppelte Lebenshaltungskosten etc. Auf Nachfrage bestätigt mir die Firma, dass sie sich nicht an Umzugskosten von Deutschland nach England beteiligt, weder an weiteren Kosten die mir dadurch entstehen. In der Sache meinen sie läuft das dann so, dass mein deutscher Arbeitsvertrag aufgelöst und dieser durch einen englischen ersetzt wird ohne eines Ausgleichs an mich. Dieses befinde ich als Ausgrenzung sprich keine Gleichberechtigung oder Diskriminierung, denn ich habe zwei Alternativen. Entweder ich akzeptiere u.U. das in England oder ich warte auf mein (Abschieds-)Paket. Dieses ist entweder ich finde intern was hier in Deutschland oder ich verlasse die Firma mit ggf. dem Minimum. Macht es Sinn dagegen arbeitsrechtlich klagen zu lassen? In der Sache wuerde ich die neue Stelle gerne antreten, jedoch wiederum Home Office basierend unter deutschen Bedingungen wie bis dato. Zu mir selber: bin 50+ mit Familie in Deutschland und Haus in Deutschland. 30+ Jahre Arbeitsjahre, davon ca 28 in Deutschland, 2 in England (2005-2007). Ich bin im Hightech Bereich beschäftigt (IT). Zur Firma: Internationales Unternehmen mit Sitz in Nordamerika. EMEA HQ in UK, Zweigfirmen in Deutschland und vielen anderen Laendern. Mitarbeiterzahl weltweit ist etwa der unterer fuenfstelliger Bereich. Mitarbeiterzahl in Deutschland ist mir unbekannt. Die Firma hat keine Schulden sondern ein dickes Bankkonto und wertvolle andere Resourcen. Es ist ein boersenotiertes Unternehmen. Kein Betriebsrat und bestenfalls einen deutschen HR Ansprechpartner, der den AG vertritt. Danke für jedes Posting - thinkpad |
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| arbeitsrecht, europa, europäische union |
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