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Hallo,
seit ueber 5 Jahren bin ich bei einer Softwarefirma in unbefristeteter Position angestellt. Nach einem Managementwechsel bekam ich vor ca. 10 Monaten einen neuen Vorgesetzten. Meine Hoffnung, dass dieser endlich das Chaos seines Vorgaengers aufraeumt wurde leider zunichte gemacht. In seiner vorherigen Position hatte ich hin und wieder mit ihm zu tun und er bestaetigte auch einmal in einer Mail, dass ich einer der wenigen Angestellten in der Firma bin, der genau weiss um was es in unserem Business eigentlich geht. Leider lag ich falsch in der Annahme, dass man kollegial mit ihm sprechen koennte und Loesungsvorschlaege unterbreiten koennte wie man das Abteilungschaos wieder in funktionierende Bahnen lenken koennte. Ca. 4 Monate spaeter wurde mein abteilungsfremder Kollege mir als Vorgesetzten praesentiert und mitgeteilt, ich solle doch froh sein, so waere ich aus der Schussbahn. Wieder zwei Monate spaeter verlangte man ploetzlich von mir, dass ich einen Taetigkeitsnachweis fuehren sollte da man nicht wisse was ich ueberhaupt den ganzen Tag machen wuerde. Allein das war schon ein Hohn, da man mir Nord- und Zentraleuropa (inkl. Osteuropa) aufbuerdete. Das sind ca. 18 Kunden, Suedeuropa wird von zwei Kollegen betreut und es sind ca. 15 Kunden gesamt. Nach Ruecksprache mit dem Betriebsrat kam zur Auffassung, dass das schon in Richtung Mobbing geht da meine Kollegen diese Anforderung nicht erhielten. Der BR meinte aber, ich solle dies auch fuer meine Belange nutzen und meine vertraglich geregelte Arbeitszeit (38,75h/Woche) im Auge behalten koenne. Zuvor kam ich immer so auf 45h/Woche. Nun, ich fuehrte den gewuenschten Taetigkeitsreport und bin dann auch Freitags gegen 15:30 (nach 40h) gegangen. Prompt wurde ich montags zum 4 Augengespraech gebeten und man teilte mir mit, ich wuesste ja um die "Konsequenzen" die solch ein Handeln mit sich fuehren wuerde. Man drohte mir quasi indirekt mit einer Kuendigung. Den BR habe ich davon unverzueglich informiert sowie auch ueber die Geruechte, die mir zugetragen wurden, dass mein "Vorgesetzter" mich hasse und mich rauswerfen wolle. Nun, letzte Woche war es dann auch soweit und man bat mich zum 4 Augengespraech aber diesmal in die Personalabteilung wo man mir einen Aufhebungsvertrag unterbreitete. Kernpunkte sind: Arbeiten bis einschliesslich 31.3.2012 (also keine Freistellung), Abfindung ueber 19600 EUR brutto bei einem Bruttogehalt von ca. 3300 EUR monatlich. Qualifiziertes Zeugnis. Das Angebot habe ich nach einer Woche Bedenkzeit abgelehnt; als Plan B hatte ich im Erstgespraech einen Stellenwechsel vorgeschlagen da zwei Positionen als Produkt Manager zu besetzen sind. Leider kann ich hier nichts berufliches nachweisen, kenne mich aber bei den Produkten excellent aus. Nachdem ich meine interne Bewerbung abgegeben habe, wurde ich auch zum Interview eingeladen. Das kann aber auch nur aus Gefaelligkeit sein, grosse Hoffnung male ich mir auf die Stelle nicht aus aber ich werde mich so gut wie moeglich darauf vorbereiten. Jetzt velangt man von mir die Abgabe eines Gegenangebots bis Dienstag (ein Tag nach dem Interview). Mein erstes Gegenangebot war, dass man sich gemeinsam nochmal an den Tisch setzt und die Punkte diskutiert und eine guetliche Einigung zur weiteren Zusammenarbeit findet. Dies wurde aber von meinem "Vorgesetzten" unmissverstaendlich abgelehnt. Eine betriebsbedingte Kuendigung ist nicht so ohne weiteres durchzubringen und ich bin mehr als bereit um meinen Job zu kaempfen! Eine personenbezogene Kuendigung ist auch nicht so leicht moeglich. Ich habe vorsichtshalber vier verschiedene Direktoren/Manager in drei verschiedenen Laendern gefragt mit denen ich regelmaessig arbeite ob und wie sie mit meiner Arbeitsleistung zufrieden sind: von allen kam nur positive Resonanz, wie sie sich auch in meinen bisherigen jaehrlichen Beurteilungen widerspiegeln. Ich muss gestehen, dass ich desoefteren muendlich aeusserte: Wenn die Firma mich loshaben will, dann soll sie ein gutes Angebot auf den Tisch legen. Jetzt, nach soviel Text, meine Frage: kann der AG von mir ein Gegenangebot verlangen? |
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| aufhebungsvertrag, gegenangebot, mobbing |
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