Umstellung Freier Mitarbeiter auf (Teilzeit) Vertrag
Hallo !
Wir sind seit über 10 Jahren neben 2 Festangestellten zu dritt als Freie Mitarbeiter in der Peronalplanung eines Medienunternehmens. Nun hat der Betriebsrat die Vereinheitlichung der Arbeitsverträge für alle Mitarbeiter angeleiert. Die Geschäftsführung bietet jetzt allen Freien eine Festanstellung an. Allerdings mit einer generellen Reduzierung der Arbeitszeit um 10% in allen Abteilungen, da die Auftragslage für das kommende Jahr ungewiß ist und es im vergangenen Jahr Zusatzprojekte gab, die nicht wieder kommen werden. In der Personalplanung sind wir allerdings Produktionsunabhängig, weil wir täglich im 3-Schicht betrieb arbeiten, egal, ob 1 oder 10 Produktionen stattfinden.
Wir drei hier arbeiten über die letzten Jahre betrachtet bereits regelmäßig 115 - 120%. Spricht ja nichts dagegen, da wir für jede Stunde Gage bekommen. Logischerweise gibt es in der Festanstellung nicht mehr als 100%. Die Geschäftsführung zwickt jetzt nochmals 10% (was für uns mindestens 25% Lohneinbuße bedeutet) und sagt, daß man ja auch wieder Überstunden machen kann und dann wieder auf seine Stunden kommt. Allerdings müssen wir in Zukunft ja auch Urlaub nehmen (was bisher keiner gemacht hat) und können selbst bei 100%iger Auslastung die speziell in unserer Abteilung anfallenden Schichten nicht mehr besetzen.
Wenn wir aber den Vertrag mit 90% unterschreiben verlieren wir zudem natürlich alle Ansprüche auf 10%Weihnachtsgeld und Jahresprämie. Die Firma vera*** uns also hier und kürzt mit dieser Regelung nochmals unser Gehalt.
Frage: Kann der Arbeitgeber - obwohl die Arbeit für mehr als 100% vorliegt - uns von vorneherein einen Teilzeitvertrag anbieten, der keinen Sinn macht, weil man ja eh weiß, daß die Mitarbeiter Überstunden werden machen müssen ?
Kann uns vielleicht jemand einen guten Arbeitsrechtler bzw. Medienanwalt im Raum München empfehlen ?
Danke für´s Lesen und Gedanken machen.
R.
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