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Hallo,
ich bin seit langer Zeit schwerbehindert. Mein ehemaliger Vorgesetzter hatte damit kein Problem und hat auf meine Einschränkungen Rücksicht genommen. Aufgrund des Umsatzrückganges hat mein neuer Vorgesetzter begonnen, die Rücksichtnahme abzubauen. Ich bin so gut es mir gesundheitlich möglich war, bereit gewesen, zeitlich flexibler zu arbeiten. Nun soll ich auch Aufgaben übernehmen, die ich aufgrund meiner Sehbehinderung nicht fehlerfrei machen kann. Ich habe mit dem Arbeitgeber darüber gesprochen. Das Integrationsamt hat Lohnkostenzuschüsse angeboten, aber mein Arbeitgeber drängt mich dazu, mein Arbeitsverhältnis zu beenden. Er gibt an, aus Arbeitgeberfürsorgepflich t sei es am besten, ich gehe mit einer Abfindung. Das möchte ich aber nicht. Jahrelang konnte ich trotz der Behinderung meinen Job machen. Nur weil man nicht mehr bereit ist, Rücksicht zu nehmen, soll ich gehen. Auch die Hilfe vom Amt will man (angeblich Peanuts) nicht annehmen. Weigere ich mich zu gehen und mache Fehler, droht mir wahrscheinlich eine verhaltensbedingte Kündigung. Hat es Sinn einen Anwalt einzuschalten? Was könnte er für mich erreichen? Gibt es so etwas wie ein Gewohnheitsrecht, d. h. einen Anspruch, mich so rücksichtsvoll wie bisher einzusetzen? Oder habe ich bereits verloren, weil der Arbeitgeber mich so offensichtlich loswerden will? Vielen Dank für alle hilfreichen Tips! Regine |
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