Alternierender Homeofficevertrag u Zusatzvereinbarung
Hallo
Ich habe 7 Jahre als feste freie Mitarbeiterin für einen großen deutschen Konzern per Homeoffice gearbeitet. Dieser hat mir die Pistole auf die Brust gesetzt mich nun anstellen zu wollen. Dieses Angebot habe ich angenommen (es wird sich für Dich nichts ändern, nur dass Du keine Rechnungen mehr schreibst sondern angestellt bist - ich bin die Verdienerin und Ernährerin meiner Familie, mir ist nichts anderes übrig geblieben).
Wir haben gemeinsam einen Vertrag erarbeitet, der meinen Arbeitsbedingungen als Freie so nah wie möglich kommen sollte. Da ich zwei kleine Kinder habe, habe ich einen Homeofficevertrag erhalten, mit Bereitschaft zu Abteilungsbesprechungen 1xwöchentlich ins Büro zu kommen, zudem darf ich freiberuflich nebenbei im Rahmen der Höchstarbeitsstunden arbeiten (da ich knapp 1/3 weniger verdiene als als Freie). Mein Arbeitsmaterial inkl. Hard- und Software mit Drucker etc. gehört mir, ebenso zahle ich Telefon, Internet, Miete, Büromaterial etc. selber. Nun hat mir mein Arbeitgeber gesagt, es gäbe Konzernrichtlinien und leider wurde mein inzwischen seit 6 Monaten gültiger Arbeitsvertrag nicht danach ausgerichtet. Unfallversicherungstechni sch müsste man noch zusätzlich die Adresse aufnehmen (die ja eigentlich eh drauf steht) und man würde mir den neuen Zusatzvertrag schicken. Dieser liegt mir jetzt vor. Doch wird nicht nur die Adresse aufgeführt, vielmehr steht nun drin, ich würde das Arbeitsmaterial gestellt bekommen, hätte hierfür zu haften, müsste Datensicherungen durchführen (was ich eh mache), könnte belangt werden wenn Daten verloren gehen - aber der Hammer ist an sich eine Klausel: man ermöglicht es mir seit XX.XX. 2011 teilweise außerhalb des betrieblichen Arbeitsplatzes meiner obliegenden Arbeitsverpflichtung nachzukommen. Des weiteren kann das Unternehmen die Bereitschaft zur alternierenden Telearbeit mit einer angemessenen Ankündigungsfrist von einem Monat zum Ende des Kalendermonats widerrufen.
Das hat doch nichts mit einer reinen zusätzlichen Adresserfassung für die Berufsgenossenschaft zu tun.
Diesen Zusatzvertrag werde ich auf keinen Fall unterschreiben - das hat nichts mehr mit dem ursprünglich Vereinbarten zu tun. Einen Arbeitsplatz vor Ort kann ich nicht annehmen. Mein Mann ist auch voll beruftstätig und ich hätte alleine täglich 2 Stunden Arbeitsweg - wie soll das denn neben Krippe und Kindergarten gehen?
Welche Konsequenzen habe ich zu befürchten wenn ich diesen Zusatzvertrag nicht unterschreibe? Könnte man mir deswegen kündigen (ich hatte keine Probezeit)? Wird eine nachgewiesene inzwischen 8 jährige Betriebszugehörigkeit (7 Jahre als feste Freie) bei einer Kündigung durch ein Arbeitsgericht anerkannt? Ich habe das Gefühl man möchte mich eindeutig über den Tisch ziehen ...
Vielen Dank.
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