kein Arbeitsvertrag - Umgang mit Minusstunden?
Ich arbeite seit Nov. 2011 bei meinem aktuellen Arbeitgeber in Vollzeit. Bis heute habe ich noch keinen schriftlichen Vertrag erhalten, obwohl ich mittlerweile unzählige Male darum gebeten habe. Der Vertrag, den ich unterschreiben sollte, war vollkommen veraltet und ich verlangte einen aktuelleren Vertrag, habe sogar eine Vorlage (von der Handwerkskammer) abgegeben.
40 Stunden haben wir mündlich vereinbart, da ich davon ausgegangen bin, dass ich von montags bis freitags ganz normal jeweils 8 Stunden arbeiten komme.
Es hat sich dann aber schnell herausgestellt, dass ich doch auch samstags arbeiten kommen soll (nur 4 Stunden) und dafür in der Woche einen Tag frei bekomme. Mit diesem Plan kommt man nun aber nicht mehr auf 40 Stunden in der Woche, deshalb bat ich um eine Gespräch zur Regelung dieses Problems. Mein Chef bestand aber weiterhin auf meine 40 Stunden-Woche und meinte, dass ich die Minusstunden in der Weihnachtszeit (in der bei uns etwas mehr zu tun ist) wieder reinholen kann. Er bat mich auch, meine Stunden schriftlich festzuhalten. Das habe ich am Anfang noch gemacht, dann aber nicht mehr, da er ja noch nicht einmal in der Lage ist, mir einen Vertrag auszustellen, in dem dieser "Stunden-Zettel" verlangt wird.
Nun habe ich mich dazu entschlossen zu kündigen, da das Arbeitsklima in diesem Betrieb alles andere als gut ist. Es wird von Arbeitgeberseite aus gemobbt, es wird versucht einen Keil zwischen sich gut verstehende Mitarbeiter zu treiben, da diese mit ihrem Zusammenhalt für den Chef eine "Bedrohung" zu sein scheinen.
Muss ich, obwohl kein schriftlicher Vertrag besteht, Minusstunden mit meinem Resturlaub verrechnen lassen oder gar zurückzahlen? Ich bin mir sehr sicher, dass mein Chef einfach mein letztes Gehalt einbehalten wird und mir nicht erlauben wird, den Urlaub zu nehmen, der mir noch zusteht.
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