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Alt 21.07.2010, 19:42
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Böse Minusstunden trotz Arbeitsunfall

Erst einmal bin ich froh dieses Forum gefunden zu haben und bedanke mich schon jetzt für eure Hilfe.

Ich arbeite seit einem Jahr in einem großen Supermarkt.
Es geht so einiges nicht rechtens bei uns zu und alle sind unzufrieden. Zum einen weil es oft passiert, auch bei mir, das die Schichten so eingelegt werden, dass eine 12 Stunden zwischen den einzelnen Schichten sind und das wir nur 2 Wochen am Stück unseren Urlaub nehmen dürfen. Doof für die ausländischen Mitarbeiter, die Eltern und Geschwister im Ausland haben und 800-1000 euro für ein Ticket geben und das für zwei Wochen. Und so vieles mehr

Jetzt zu meinem eigentlichen Problem:

Letzten Monat hatte ich einen schweren Arbeitsunfall, mir sind schwere Kisten von fast 2m höhe aufs linke Fuß gefallen. Der zu dem Zeitpunkt anwesende Leiter des Marktes rief sofort einen Krankenwagen, weil mein Fuss eine Beule hatte, das einen Tennisball ähnelte und ich ihn nicht bewegen konnte. Mein Kreislauf setzte aus und ich kippte sogar um und verlor das Bewusstsein für einen Moment. Ich wurde ins nächste Krankenhaus gebracht und ärztlich behandelt. Am nächsten Tag bekam ich erst einmal 2 Wochen (eigentlich waren es 4 Wochen, die mein Arzt mich krankschreiben wollte aber ich überried ihn mir erst einmal 2 Wochen zu schreiben, mit dem versprechen, dass ich mir meine zweite Krankmeldung von 2 Wochen hole, wenn es mir nicht besser ging). Der Fall ging automatisch sofort an die Berufsgenossenschaft. Ich lief mit Krücken und mein Fuss pochte und schmerzte wie verrückt (starke Prellung der Sehne war die Diagnose). Ich rief meinen Chef an und er entschuldigte sich für das geschehen. Die Kisten waren auf einem Rolli und der blieb am Rolltor hängen, der die Kisten natürlich mit hochgeschossen und wieder auf mein Fus fallen lassen hat. Hatte er Angst das es nicht gesichert genug war??? Er sagte mir auch noch das ich keinerlei Schuld am Unfall hätte, es wäre eine Sicherheitslücke vorhanden. Oh Oh!!!

Auf jeden Fall ging ich nach genau 13 Tagen arbeiten, den letzten Tag an dem ich Krankgeschrieben war, ging ich trotzdem arbeiten. Zu doof! Ich weiss! Ich hatte schmerzen aber ich bin ja eine brave Mitarbeiterin

Soweit so gut. Ende des Monats werden die Soll stunden aufgelistet und aufgehangen. Was sehe ich da bei mir: 120 Minusstunden, die ich abarbeiten muss!!!! WAAAAS? Krank ist Krank oder? Ich hab doch eine Krankmeldung direkt am nächsten Tag abgegeben, die haben mich mit dem Krankenwagen geholt es war ein Arbeitsunfall! Warum diese Minusstunden? Darf mein AG das machen? Wie soll ich die bitteschön abarbeiten. Vor einem halben Jahr hatte ich auch wieder Minusstunden um, die 90, die wurden mir vom Lohn abgezogen. Zum Teil waren da auch Kranktage wegen einem chirurgischen Eingriff enthalten. Die haben mir damals schon 600 Euro vom Lohn abgezogen, weil ich angeblich die Stunden nicht abarbeiten konnte. Ich habe einen halben Monat umsonst gearbeitet. Und jetzt 120 Stunden! Was kann ich tun gegen die Minusstunden und kann ich wegen dem Arbeitsunfall eine Entschädigung verlangen?
Achso ich bin Vollzeitkraft 38 std Woche
Ich danke euch schonmal!!!

Eure Dilara

Geändert von Dilara (21.07.2010 um 20:22 Uhr). Grund: erkennung
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Stichworte
arbeitsunfall, entschädigung, krankheitfall, minusstunden

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