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Alt 06.07.2010, 13:32
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Standard Auszahlung Urlaub nach Beendigung 400-Euro-Job

Hallo zusammen,

ich habe vor 3 Monaten aufgrund von immer stärker zunehmenden Mobbingattacken meinen 400-Euro-Job gekündigt. Zu diesem Mobbing, wie ich später erfahren habe, zählten auch die grundsätzlich falschen Gehaltsabrechnungen aufgrund von Fehlern und vermeintlichen Missverständnissen, sodass hier willkürlich Teilzahlungen zurückgehalten wurden etc.
Insgesamt habe ich nun 2,5 Jahre dort gearbeitet und nach den ersten 9 Monaten zum ersten Mal nach Urlaub gefragt (es war gefordert, dass ich 3x die Woche arbeite - und zwar immer). Die Auskunft wurde mir von der Buchhaltung verweigert, weil man, wie ich heute weiß, davon ausging, dass ich mich nicht zum Chef trauen würde. Der Chef tat dan so, als wäre es absolut unüblich, als Aushilfe Urlaub zu bekommen. Ich bin aber hartnäckig geblieben, weil es auch in einem 400-Euro-Job nicht möglich ist, 52 Wochen im Jahr zu arbeiten (ich brauchte zu der Zeit eine 2-Wochen-Pause für eine Klausurphase).
Am Ende wurde mir der gesetzliche Urlaub von 24 Tagen zugestanden. Mit dem ersten Urlaubsantrag fing dann der Stress an. Ich hatte plötzlich als 400-Euro-Jobber super Druck auf der Arbeit und musste teilweise das doppelte an Zeit investieren (wurde aufgespart und später ausbezahlt) und im Urlaub bekam ich ständig Anrufe, dass ich kommen müsse etc. Später erfuhr ich, dass das von den Kollegen beschlossen wurde, weil ich ja so dreist gewesen bin, als Aushilfe Urlaub zu verlangen ...
Die Zahlungen während des Urlaubs wurden dann immer wieder vergessen, weil mal dies und mal das unklar war, sodass ich mehrmals ziemlich in Geldnot geraten bin.
Gegen Ende der Beschäftigung hat das allgemeine Mobbing dann so zugenommen, dass ich gekündigt habe. Mein Weggang wurde mehrmals mit Bitten der Geschäftsleitung und von Kollegen verzögert, weil es gerade nicht passte, da zu viel zu tun sei und ich bitte fair sein solle ... Ich habe also das Theater meiner Chefin zuliebe noch 2 Monate länger erduldet, bis eine Vertretung für mich gefunden war. Dann sollte ich plötzlich doch noch länger arbeiten, was ich aber aufgrund meiner Psyche und der Tatsache, dass mein Uniabschluss kurz bevor stand, nicht mehr konnte.
Seit dem habe ich mehrfach darum gebeten, dass mir der anteilige Urlaub für dieses Jahr noch ausgezahlt wird. Anfragen werden von der Buchhaltung erst beantwortet, wenn ich die Geschäftsleitung in Kopie setze. Der Inhalt: Wir werden uns unaufgefordert melden. Inzwischen sind aber schon 2 Monate vergangen ... Ich denke, dass man die Sache so lange hinziehen will, bis ich aufgebe.
Ich habe übrigens von einer ehemaligen Kollegin auch erfahren, dass der Urlaub im Betrieb 30 Tage entspricht. Ich hatte damals gefragt, was der übliche Urlaub ist, aber man wollte mir den nicht sagen und hat mir den gesetzlichen Urlaub zugestanden. Aber eigentlich muss der Arbeitgeber seine Mitarbeiter doch alle gleich behandeln, oder? Also hätte ich anstatt der 24 Tage, für die ich schon bestraft wurde, eigentlich 30 Tage bekommen müssen, richtig? Ich ärgere mich gerade so sehr über dieses ganze Theater, dass ich überlege, ob ich nicht die Differenz nachträglich auch noch einfordere. Das währen mit dem noch ausstehenden Urlaub immerhin über 500,- Euro. Meint Ihr, ob es sich lohnt, deswegen vielleicht einen Anwalt aufzusuchen? Oder sehe ich das alles ganz falsch?
Ich bedanke mich schon mal für Eure Hilfe!

LG, Yami
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Stichworte
minijob, urlaub auszahlen, urlaubsanspruch, urlaubsentgelt

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