Insolvenz - freistellung - lohnfortzahlung --- hilfe!
Hallo Arbeitsrecht.de Forum,
ich bitte Euch um Euer Fachwissen und Eure Hilfe.
Ich beschreibe Euch kurz meine Situation, die sich in den letzten Jahren bei mir zugespitzt hat und danke Euch jetzt schon, für Tipps und Tricks.
Ich habe vor 5 Jahren ein Studium im Bereich Marketing absolviert. Da ich eine sehr motivierte Person bin und das alternde Unternehmen meiner Eltern modernisieren wollte, entschied ich mich, kurz nach dem Studium dort einzusteigen.
Anfangs funktionierte mein Konzept optimal und wir konnten viele Erfolge feiern. Leider wurden in der Vergangenheit bei uns in der Firma zu viele individuelle Fehler gemacht, so dass unser Budget für Marketing und Werbung immer mehr schrumpfte und ich immer mehr für Tätigkeiten heran gezogen wurde, die so eigentlich gar nicht zu meinem eigentlichen Aufgabengebiet gehörte. Nun gut, ich passte mich an. Anfang 2009 bekam ich die Info, dass es unserer Firma gar nicht mehr gut gehen würde und wir setzten in den nächsten Monaten extrem auf Sparkurs, Urlaubsverzicht und des viele 60 Stunden Wochen. Beim Wechsel unseres überbezahlten Steuerberaters zu einem anderen, kam unser neuer Steuerberater zu dem Entschluss, dass wir so gut wie insolvent seien. Ende Juli stellten wir rückwirkend zum Anfang des Monats Insolvenz. Auf einer schleunigst zusammen gerufenen Mitarbeiterversammlung wurden unsere Arbeitsgeber über die Situation berichtet. Viele waren besorgt um Lohnfortzahlungen und anderen Forderungen.
Entwarnung gab es seitens unseres Insolvenzanwalts. Dieser gab uns zu verstehen, dass wir uns keine Sorge über sie Lohnfortzahlung machen sollten. Diese seien durch 70% von Arbeitsamt und 30% vom Insolvenzgeld gesichert. Das hat soweit alles gut funktioniert, auch wenn ich sagen muss, dass die Gelder erst Mitte des Monats an uns überwiesen wurden. Dieses Geld wurde 3 Monate lang gezahlt, wie das bei einer Insolvenz auch üblich ist. Zum ersten Oktober bekam ich dann vom Insolvenzanwalt ein Schreiben, über meine Freistellung bis hin zum 30.11.2009. Ich akzeptierte diese Freistellung und sende diese ebenfalls mit allen anderen Unterlagen (welche ich dem Arbeitsamt schon bei Bekanntgabe der Insolvenz überreicht habe) zum Arbeitsamt.
Mittlerweile haben wir den 09.11.09 und ich warte noch immer auf die Zahlung meines Lohns aus dem Oktober. Anfragen beim Arbeitsamt, waren bisher unzureichend und jeder gab mir eine andere Auskunft. Die letzte Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt sagte mir, dass das Arbeitsamt erst am 01.12.09 für mich zuständig sei.
Nun meine Frage, wer kommt für mich den Monaten Oktober und November auf? Außerdem habe ich Restforderungen von 18 Urlaubstagen (Jahresurlaub 24 Tage/bis 30.11.09 22 Tage), bei wem kann ich diese geltend machen? Ich bin momentan arbeitsuchend und bearbeite Vorschläge vom Arbeitsamt immer gewissenhaft und melde dies auch.
BESTEN DANK SCHON EINMAL FÜR ZAHLREICHE VORSCHLÄGE!
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