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Computer und Arbeit: Totalkontrolle von Kassenpersonal

Im Einzelhandel ist die komplette Überwachung von Mitarbeitern an Kassen mit entsprechender Software problemlos möglich. Das Einzige, was dagegen hilft, ist eine Betriebsvereinbarung.

Eigentlich sind diese Programme zur Aufdeckung von Kassenfehlbeständen und zur Vorbeugung von Datenverlusten in Unternehmen gedacht - ob aus technischen oder menschlichen Gründen. Da diese Vorgänge aber in der Regel nicht so einfach zu entdecken sind, hat diese Art von Software Data-Mining-Fähigkeiten, die eine nahezu unbegrenzte Verknüpfung einzelner Daten zu beliebigen Auswertungszwecken ermöglicht. Diese Kontrollmaßnahmen greifen aber massiv in die Rechte der Beschäftigten ein und schießen oft über das Ziel hinaus. So sind Leistungs- und Verhaltenskontrollen - etwa zum Bedienungstempo von Kassenpersonal - damit problemlos möglich.

Der einzig praktikable Weg, um die Belegschaft vor einer Totalkontrolle zu schützen, ist der Abschluss einer Betriebsvereinbarung. Rechtsanwalt Jan A. Strunk aus Kiel erklärt in der Ausgabe 8/2011 der Fachzeitschrift "Computer und Arbeit" was Interessenvertretungen hierzu wissen müssen und wie sie vorgehen sollten.

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