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Arbeitsrecht im Betrieb: Mehr Frauen in die Aufsichtsräte
Nach wie vor sind Frauen in den Führungsetagen großer Unternehmen unterrepräsentiert. Das eine Frauenquote Erfolg haben kann, stellen die europäischen Nachbarn unter Beweis. Die IG Metall will, das mindestens jedes dritte Aufsichtsratsmitglied eine Frau ist.
Unter den 500 Aufsichtsratsmitgliedern der Unternehmen, die im Aktienindex DAX-30 gelistet sind, zählte PriceWaterhouseCoopers kürzlich nur 67 Frauen. 47 von ihnen waren als Vertreterinnen der Beschäftigten in die Aufsichtsräte mitbestimmter Unternehmen entsandt.
Der Blick in die europäischen Nachbarstaaten zeigt, dass verbindliche Quotenregelungen durchaus Erfolg haben können. In Norwegen, Finnland und Island gibt es feste Vorgaben für staatliche Unternehmen. In den Niederlanden und Frankreich treten ab 2016 Quotenregelungen für den Frauenanteil in Kraft. Während die deutsche Bundesregierung sich noch schwer tut, eine Lösung für die "Quotenfrage" zu finden, hat der IG-Metall-Bundesvorstand beschlossen, bei den 2012/2013 stattfindenden Wahlen für die Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsräten einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent anzustreben.
Mehr zu dieser Initiative lesen Sie im Beitrag von Julia Cuntz in "Arbeitsrecht im Betrieb", Heft 8-9/2011, S. 495-497.
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