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AiB Plus: Leiharbeit als Dumpingwerkzeug

Seit 1972 ist Leiharbeit erlaubt – lange Zeit allerdings nur innerhalb bestimmter Grenzen. Durch die Hartz-Gesetzgebung fielen viele Schranken zum Schutz der Beschäftigten. Seitdem nehmen die unsicheren und oft schlechter als regulär bezahlten Arbeitsplätze zu.

Das Geschäft mit der Leiharbeit brummt. Die Zahl der in der Branche Beschäftigten,
die in der Wirtschaftskrise auf weniger als 600.000 geschrumpft war, hat nach Angaben
des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) inzwischen den Rekordstand von 900.000 erreicht.

Doch was Vertreter von Verleihfirmen als Erfolg feiern, ist für Gewerkschafter ein Skandal. "Leiharbeit hat sich von einem begrenzten Flexibilisierungsinstrument zu einem massiven Dumpingwerkzeug entwickelt", klagt Detlef Wetzel, der Zweite Vorsitzende der IG Metall, und verlangt: "Die Politik muss handeln". Um Auswüchse zu verhindern und Leiharbeit fair zu gestalten, sind aber auch Betriebsräte gefragt. 

Mehr über Leiharbeit lesen Sie im Beitrag "Leiharbeiter sind die Verlierer" von Mario Müller in AiBplus 8/2010, Seiten 6 bis 8.

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