Aus den Zeitschriften

Computer und Arbeit: Heimliche Arbeitnehmerüberwachung

Spionage-Software wird immer häufiger von Arbeitgebern eingesetzt. Doch es gibt mittlerweile ein umfangreiches Angebot an Programmen, mit denen Arbeitnehmer und ihre Vertretungen Schnüffel-Software erkennen und sich vor allzu neugierigen Chefs schützen können.

"Mitarbeiter zu überwachen ist eine sehr weit verbreitete Praxis. Man muss nur mal schauen, wie hoch der Absatz von sogenannter Spionage-Software ist". Dieses erschreckende Zitat stammt aus einem Interview, das der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar 2009 der Tageszeitung "Tagesspiegel" gegeben hat. Mittlerweile hat sich durch die vielen bekannt gewordenen Fälle von Mitarbeiterüberwachung in jüngster Zeit eine gewisse Gewöhnung eingestellt.

Ein besonders drastischer Fall, der in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen wurde, ist jedoch der des US-Konzerns Honeywell: tausende deutsche Mitarbeiter waren von der Schnüffel-Software EnCase betroffen, die das Unternehmen hat installieren lassen, um jederzeit die Arbeitsplatzrechner der Beschäftigten ausforschen zu können. Ein Arbeitsgericht hat zwischenzeitlich festgestellt, dass dadurch Mitbestimmungsrechte verletzt wurden.

Wie sich Belegschaften und ihre Vertretungen gegen Späh-Software wehren können, schildert Robert Heidemann in der Ausgabe 9/2010 der Fachzeitschrift "Computer und Arbeit".

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