Aus den Zeitschriften

Computer und Arbeit: Entschädigung für Videoüberwachung

"Big Brother is watching you" - so könnte der Wahlspruch für die Vorgänge in deutschen Betrieben lauten, die immer häufiger festzustellen sind. Mit der stetig steigenden technischen Entwicklung nehmen auch die Möglichkeiten für Arbeitgeber zu, ihre Arbeitnehmer zu überwachen.

Zur Zahlung von 7000 Euro wurde ein Arbeitgeber vom Hessischen Landesarbeitsgericht verurteilt, weil er eine Mitarbeiterin einige Monate an ihrem Arbeitsplatz permanent mit einer Videokamera überwachte. Diese Schattenseite des technischen Fortschritts nimmt ein Beitrag von Rechtsanwalt Robert Malte Ruhland in der April-Ausgabe der Fachzeitschrift "Computer und Arbeit" in den Fokus: der Trend zur Videoüberwachung von eigenen Mitarbeitern.

Der Autor gibt einen Überblick über die Rechtsprechung zu diesem heiklen Thema und stellt eine neue Gerichtsentscheidung vor, die betroffenen Arbeitnehmern ein "scharfes Schwert" an die Hand gibt, um sich gegen übermäßige Überwachung zu wehren.

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