Arbeit & Politik

UrlaubsstudieBüro am Pool

Die repräsentative Umfrage eines Online-Reiseportals zeigt, wie weit verbreitet das Arbeiten während des Erholungsurlaubs ist. Jeder zweite Arbeitnehmer schaltet auch während des Urlaubs Handy und Laptop nicht ab.

In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK waren im Juni 2011 in Deutschland 1000 berufstätige Männer und Frauen ab 18 Jahren zu ihren Arbeitsgewohnheiten in Urlaub und Freizeit befragt worden. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden kürzlich veröffentlicht.

58 Prozent gaben an, auch dann Zeit mit Arbeit zu verbringen, wenn sie sich eigentlich erholen sollten. Bei den Angestellten beträgt die Quote 53 Prozent, bei den Selbständigen 96 Prozent. 19 Prozent der Befragten gaben an, jeden Tag aktiv zu sein.

Unter den jüngeren Berufstätigen (18 bis 29 Jahre) finden sich mit 63 Prozent mehr Urlaubsarbeiter als unter den älteren (54 Prozent der Generation 50 plus).

Tendenziell steigt die Arbeitsbelastung in Freizeit und Urlaub mit der Höhe von Schulbildung und Einkommen.

Die Untersuchung ergab, dass deutsche Arbeitgeber von jedem Arbeitnehmer im Durchschnitt jährlich mindestens 20 Stunden Arbeitszeit während deren Urlaub oder Freizeit erhalten – ohne Zeitausgleich.

Auch erwarten Arbeitgeber von fast jedem vierten Angestellten (24 Prozent), in Urlaub und Freizeit erreichbar zu sein. Mehr als die Hälfte von ihnen wird tatsächlich kontaktiert.

Link zur Studie

Quelle:

lastminute.de-Urlaubsarbeiter Report 2011

© arbeitsrecht.de - (jes)

Artikel drucken
  • Xing

Ähnliche Artikel aus Arbeit & Politik

30 Tage Urlaub und Urlaubsgeld sind üblich

25.05.2011 | Die meisten Arbeitnehmer erhalten 30 Tage Urlaub im Jahr. Das zeigt eine Auswertung der Tarifverträge aus 22 Branchen, die das WSI-Tarifarchiv vorgelegt hat. Dazu gibt's häufig einen Zuschuss zur Urlaubskasse - je nach Wirtschaftszweig bis zu 2.058 Euro.  [mehr]

ErholungsurlaubWeiterentwicklung der Rechtsprechung zu Übertragung und Abgeltung

17.07.2012 | Das Bundesinnenministerium erläutert in einem aktuellen Rundschreiben die neuesten höchstrichterlichen Entscheidungen zu Urlaubs- und Urlaubsabgeltungsansprüchen bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit. Neben einem Überblick über die relevanten Urteile enthält der Text auch Durchführungshinweise und anschauliche Beispiele.  [mehr]

Ähnliche Artikel aus den anderen Rubriken:

Rechtsprechung

Keine Hinweispflicht auf Unwiderruflichkeit des erteilten Urlaubs

15.03.2006 | Arbeitgeber müssen bei der Urlaubserteilung nicht gesondert darauf hinweisen, dass der einmal erteilte Urlaub für den Arbeitgeber unwiderruflich ist.  [mehr]

Gesetzliche Urlaubsansprüche sind unverzichtbar

31.05.2001 | Eine Vereinbarung in einem Aufhebungsvertrag, die sämtliche aus dem Arbeitsvertrag entstandenen Ansprüche als abgegolten ansieht, bezieht sich zwar auch auf den Erziehungsurlaub, nicht aber auf den gesetzlichen Mindesturlaub.  [mehr]

Gesetzgebung

GesundheitArbeitsmedizinische Vorsorge im Betrieb

28.11.2014 | Die Bedeutung der Arbeitsmedizin steigt im Kontext des demografischen Wandels und längerer Lebensarbeitszeiten. Die Arbeitsmedizinverordnung, zuletzt im Oktober 2013 novelliert, konkretisiert die betrieblichen Aufgaben – und wirft Fragen auf.  [weiterlesen auf "Gute Arbeit"]

Berechnung des Urlaubsanspruchs (19/2003)

10.09.2003 | Regelmäßig stellt sich im Rahmen der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses die Frage, wie viele Urlaubstage dem Arbeitnehmer in dem Jahr der Beendigung zustehen, wenn das Arbeitsverhältnis unterjährig, also im laufenden Kalenderjahr beendet wird.  [mehr]

Urlaub und Urlaubsgewährung (16/2003)

30.07.2003 | Urlaubszeit ist die schönste Zeit des Jahres. Dumm nur, wenn der Arbeitgeber die Planung durchkreuzt und den Antrag ablehnt. Dann ist guter Rat oft teuer.  [mehr]

Rat vom Experten

Urlaub

22.12.2009 |  [mehr]

Aus den Zeitschriften

Der PersonalratNein zu Zwangsurlaub an Universitäten!

31.10.2012 | In verschiedenen Universitäten und anderer öffentlicher Einrichtungen besteht die Praxis, an den Werktagen "zwischen den Jahren", d. h. zwischen dem zweiten Weihnachtsfeiertag und Neujahr, Urlaub anzuordnen und damit in das Urlaubsrecht der Arbeitnehmer einzugreifen.  [mehr]