Arbeit & Politik
ArbeitsmarktstudieBeschäftigungslage der unter 35-Jährigen bleibt prekär
Mit 32 Prozent ist fast jeder dritte junge Arbeitnehmer befristet, in Leiharbeit oder in einer ABM-Maßnahme tätig. Das ist eines der Ergebnisse der IG Metall-Jugendstudie 2012, in der die aktuelle berufliche Situation der 14- bis 35-Jährigen untersucht wurde.
Damit hat sich die Beschäftigungslage der unter 35-Jährigen in den vergangenen 18 Monaten weiter verschlechtert. 2009 lag der Anteil der jungen Erwerbstätigen, die bereits in Zeit- und Leiharbeit, einer ABM-Stelle oder befristet beschäftigt waren, noch bei 28 Prozent. Bei den über 35-Jährigen sank der Anteil im selben Zeitraum von 16 auf 11 Prozent.
Bereits zum dritten Mal nach 2009 und 2010 hatte die IG Metall das Institut TNS Infratest Politikforschung damit beauftragt, die Lage sowie die Sorgen und Erwartungen der jungen Generation zu ermitteln.
Die Studie ergab auch, dass junge Erwachsene häufiger als ihre älteren Kollegen im Niedriglohnbereich beschäftigt sind und fast jeder vierte einem oder mehreren Nebenjobs nachgeht.
Von den prekären Beschäftigungsverhältnissen sind der Studie zufolge junge Arbeitnehmer aller Qualifikationen betroffen.
Die Beschäftigung mittels Werkverträgen bzw. in Werkvertragunternehmen stellt eine nicht zu unterschätzende Größenordnung in der Arbeitswelt dar. Junge Beschäftigte arbeiten der Studie zufolge besonders häufig in solchen Konstellationen.
IG Metall-Studie "Persönliche Lage und Zukunftserwartungen der Jungen Generation"
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© arbeitsrecht.de - (jes)
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