Arbeit & Politik

Erfolg für die Gewerkschaft IG MetallTarifabschluss bringt Metallern 4,3 Prozent mehr Geld

800.000 Beschäftigte haben sich mit Warnstreiks und Aktionen erfolgreich für eine bessere Bezahlung und mehr Arbeitsplatzsicherheit für die Leiharbeitsbeschäftigten und die Auszubildenden eingesetzt.

Berthold Huber, Erster Vorsitzender der Gewerkschaft IG Metall, hat das Tarifergebnis für die 800.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg als besonderes Ergebnis bezeichnet. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Teilnehmern der Warnstreiks und Aktionen: "Das heutige Ergebnis war möglich, weil die Mitglieder der IG Metall ein machtvolles Zeichen gesetzt haben." Bundesweit hatten sich mehr als 800.000 Teilnehmer beteiligt. Das Engagement und der bemerkenswerte Einsatz der Mitglieder hätten sich gelohnt.

Entgelterhöhung liegt deutlich über der Inflationsrate

Die Entgelterhöhung von 4,3 Prozent liegt deutlich über der Inflationsrate. Für Auszubildende gilt künftig im Grundsatz die unbefristete Übernahme. Für die Leiharbeitsbeschäftigten bietet  die verpflichtende Übernahme nach 24 Monaten beim Entleiher mehr Sicherheit. Hierauf verständigten sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwest-Metall im Pilotbezirk Baden-Württemberg in der fünften Verhandlungsrunde in der Nacht vom 18. zum 19. Mai. Die Entgelterhöhung von 4,3 Prozent tritt rückwirkend zum 1. Mai 2012 in Kraft. Der Tarifvertrag sieht eine Gesamtlaufzeit von 13 Monaten vor. Das Ergebnis beteilige die Beschäftigten an der Wohlstandsentwicklung, die außergewöhnlich gute Entwicklung aus dem Jahr 2011 sei darin eingeflossen, so Huber.

Parteien empfehlen bundesweite Übernahme des Abschlusses

Die IG Metall hatte ursprünglich 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert, die Arbeitgeber hatten 2,6 Prozent mehr Geld geboten. Der Durchbruch im traditionellen Pilotbezirk Baden-Württemberg soll auf Empfehlung der beiden Tarifparteien möglichst bundesweit übernommen werden.

Mehr zum Inhalt des Tarifvertrags finden Sie bei der Hans-Böckler-Stiftung und bei der IG Metall.

Quelle:

PM der IG Metall Nr. 38/2012 vom 16.5.2012

© arbeitsrecht.de - (akr)

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