Arbeit & Politik

ArbeitnehmerfreizügigkeitArbeit ohne Grenzen - und ohne Folgen

Ein Ansturm ausländischer Fachkräfte auf den deutschen Arbeitsmarkt ist nicht erkennbar. Das ergab eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke zu den Auswirkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Ende Mai 2011 arbeiteten 2 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ausländer in Deutschland. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (17/8222) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/7949) hervor, in der sich die Fraktion nach den Auswirkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit auf den deutschen Arbeitsmarkt erkundigt.

Die Regierung hob hervor, dass die Ausdehnung der Arbeitnehmerfreizügigkeit auf acht osteuropäische EU-Staaten - darunter Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei - seit dem 1. Mai 2011 bislang keine starken Folgen auf Beschäftigung und Zuwanderung zeigen. Eine detaillierte Analyse sei aufgrund der Datenlage aber erst im Laufe des Jahres möglich.

Statistische Angaben zur Zahl und Verteilung der ausländischen Beschäftigten konnte die Regierung deshalb nur bis Mai 2011 machen. Aus diesen Angaben ergibt sich weiter, dass im Mai 2011 541.000 ausschließlich geringfügig beschäftigte Ausländer in Deutschland gearbeitet haben. Die meisten Ausländer, ob sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt, arbeiteten im Reinigungsgewerbe. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Bürofachkräfte und Warenkaufleute.


Quelle:
PM des Bundestages vom 10.01.2012, hib Nr. 9

© arbeitsrecht.de - (akr)

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