Arbeit & Politik

BildungsprämieBund fördert Weiterbildung zwei Jahre länger

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verlängert das Projekt "Bildungsprämie" um 2 Jahre. Für die Bildungsprämie stehen 35 Mio. Euro zur Verfügung. Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Mit der Bildungsprämie unterstützt das BMBF seit 2008 Erwerbstätige, die sich weiterbilden möchten, aber aufgrund ihres Einkommens bislang die Kosten einer Weiterbildung nicht ohne weiteres tragen konnten. Die aktuelle Förderphase sollte am 30.11.2011 auslaufen, wird aber aufgrund der in den vergangenen Monaten stark gestiegenen Nachfrage weiter geführt. Seit Programmbeginn gaben die Beratungsstellen über 150.000 Prämiengutscheine aus.

Wer an einer Weiterbildung interessiert ist, kann sich an eine der circa 600 Beratungsstellen in ganz Deutschland wenden. Dort werden geeignete Anbieter von Weiterbildungen vermittelt. Über die Beratungsstellen können die Interessenten dann einen "Prämiengutschein" erhalten, mit dem die Hälfte der Kosten – bis zu maximal 500 Euro – übernommen werden.

Einen Prämiengutschein bekommen Weiterbildungsinteressierte, die erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 25 600 bzw. 51200 Euro nicht übersteigt. Auch Berufsrückkehrer/-innen oder Mütter und Väter in Elternzeit können einen Prämiengutschein bekommen. In einer Prämienberatung prüfen geschulte Beraterinnen und Berater die individuellen Voraussetzungen der Interessierten und geben den Prämiengutschein aus. Damit übernimmt der Bund 50 % der Weiterbildungskosten, maximal jedoch 500 Euro.

"Weiterbildung wird immer wichtiger, gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte knapp werden", betonte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Mit der Bildungsprämie laden wir dazu ein, auch im Erwachsenenalter weiter zu lernen", so die Ministerin. "Unser Ziel ist es, auch all diejenigen zu mobilisieren, die aus finanziellen Gründen bisher von beruflicher Weiterbildung ausgeschlossen waren."

Weiterführende Informationen:

Interessierte finden die nächste Beratungsstelle unter www.bildungspraemie.info oder über die kostenlose Hotline 0800 2623000.

Quelle:
PM des Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 16.11.2011

© arbeitsrecht.de - (akr)

  • Xing
Artikel drucken

Ähnliche Artikel aus Arbeit & Politik

Bildungseinrichtung Internet

21.09.2011 | Das Internet hat sich als Bildungsmedium in Beruf und Freizeit fest etabliert. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom ergeben. Mehr als die Hälfte der Befragten bildet sich online beruflich fort.  [mehr]

Studie zu ArbeitstugendenQualität vor Innovationskraft

20.07.2012 | Chefs in Deutschland erwarten von ihren Angestellten vergleichsweise wenig Innovationskraft und eigenständiges Arbeiten. Dagegen stehen Tüchtigkeit, Flexibilität und Sorgfalt hoch im Kurs. Das ergibt die Auswertung einer weltweiten Arbeitnehmerumfrage.  [mehr]

Studie zur ArbeitsorganisationJeder sechste ist überqualifiziert

27.07.2012 | Fast ein Fünftel der Arbeitnehmer in Deutschland wird unterhalb der vorhandenen Qualifikation beschäftigt. Der Anteil der unterwertig Erwerbstätigen hat sich dabei seit den 1980er Jahren deutlich erhöht. Das ist das Ergebnis einer von der IG Metall Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen Studie der Universität Hohenheim.  [mehr]

Meisterbrief wertvoller als Diplom

23.09.2010 | Wer den Meisterbrief oder einen Technikerabschluss in der Tasche hat, holt seine Ausbildungskosten früher wieder rein. Und hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.  [mehr]

Ähnliche Artikel aus den anderen Rubriken:

Rechtsprechung

Doktor der NaturwissenschaftenHabilitierter Apotheker nicht zur Promotion zugelassen

31.01.2012 | Ein als Doktor der Philosophie promovierter Apotheker hat derzeit keinen Anspruch auf die Zulassung zu einem weiteren Promotionsverfahren, um den Titel "Doktor der Naturwissenschaften" zu erwerben. Das hat das Verwaltungsgericht Koblenz entschieden.  [mehr]

Arbeitslosenversicherungsrecht Umfangreicher Weiterbildungsanspruch für in der DDR Verfolgte

30.04.2013 | Personen, die nach dem Beruflichen Rehabilitierungsgesetz als Verfolgte anerkannt sind, erhalten die Kosten für Weiterbildungen erstattet. Anders als nach dem Recht der Arbeitsförderung (SGB III) – muss die Weiterbildung nicht wegen (drohender) Arbeitslosigkeit notwendig sein.  [weiterlesen auf "Soziale Sicherheit"]

Förderung der Qualifizierung - Aufgabe des Betriebsrats (24/2007)

21.11.2007 | Was Hänschen nicht gelernt hat, lernt Hans jetzt sein Leben lang - betriebliche Weiterbildung erlangt für Beschäftigte eine immer größere Bedeutung. Welche Möglichkeiten der Qualifizierung Mitarbeiter haben und welche zentrale Aufgabe der Interessenvertretung in diesem Zusammenhang zufällt, erfahren Sie hier.  [mehr]

Rückzahlungsklauseln bei betrieblicher Fort- und Weiterbildung (06/2008)

12.03.2008 | Nur wer mit seinem Wissen auf der Höhe der Zeit ist, kann sich im Kampf um die Besetzung der immer knapper werdenden Arbeitsplätze behaupten. Doch auch wer einen Arbeitsplatz hat, ist gut beraten sich nicht auf den einmal erworbenen Kenntnissen "auszuruhen".  [mehr]

Aus den Zeitschriften

Arbeitsrecht im Betrieb: "Mal weniger, mal mehr - Teilzeitarbeit"

20.12.2011 | Sie möchten mehr Zeit für Ihre Familie haben oder sich endlich einmal weiterbilden? Dann lesen Sie alles über die Ansprüche nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz und die Entwicklung der Rechtsprechung.  [mehr]