Arbeit & Politik

MinijobsDGB kritisiert Aufstockung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Anhebung der Minijob-Grenze auf 450 Euro kritisiert. Die Koalition wolle Menschen in kleinen Beschäftigungsverhältnissen für dumm verkaufen.

Die Koalitionsparteien von CDU/CSU und FDP erwecken laut Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, den Eindruck, als hätte sie für Minijobber eine Gehaltserhöhung beschlossen. Das sei falsch und irreführend. Die Koalition hatte sich am Freitag auf eine Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobber um 50 Euro geeinigt. Statt 400 sollen diese künftig 450 Euro verdienen dürfen, teilten die sozialpolitischen Fraktionssprecher von Union und FDP, Karl Schiewerling und Heinrich Kolb, mit.

Prekäre Beschäftigung

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Die neue Regelung werde nicht dazu führen, dass Minijobber in Zukunft mehr Geld in der Tasche hätten, prognostiziert Buntenbach. Wer heute 400 Euro verdiene, werde keineswegs automatisch 50 Euro mehr bekommen. Der Durchschnittsverdienst der sieben Millionen Minijobber in Deutschland liegt bei laut DGB bei rund 260 Euro im Westen und 200 Euro im Osten.

Die Bertelsmann Stiftung war im vergangenen Jahr zu dem Schluss gekommen, dass Minijobs "eine - wenngleich suboptimale – Teillösung für das Problem hoher Arbeitskosten im Dienstleistungssektor" darstellen würden. Sie würden überdies die Finanzierung des Sozialversicherungssystems gefährden und so die bereits vorhandenen Probleme verstärken.

Der DGB befürchtet, dass noch mehr Menschen in den Niedriglohnbereich abgedrängt werden. 

Quelle:
PM des DGB vom 26.11.2011, dpa vom 25.11.2011

© arbeitsrecht.de - (mst)

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