Arbeit & Politik

Gesellschaftliches Engagement Spitzenverbände lehnen Berichterstattungspflicht von Unternehmen ab

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben die Ankündigung der EU-Kommission kritisiert, für Unternehmen eine Berichterstattungspflicht über gesellschaftliches Engagement einführen zu wollen; sie fordern weiterhin "Corporate Social Responsibility" (CSR)-Freiwilligkeit.

Die EU-Kommission hatte am 25.10.2011 in der Mitteilung "A renewed EU strategy 2011 - 2014 for Corporate Social Responsibility" die sozial-ökonomische Verantwortung von Unternehmen definiert und will die europäische Wirtschaft u. a. auf internationale CSR-Richtlinien und -Grundsätze verpflichten.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) kritisieren diese Ankündigung harsch.

Sie sehen in der geplanten Pflicht eine weitere bürokratische Last, die in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen steht. Die EU-Kommission würde damit ganz massiv in die Gestaltungsfreiheit der Unternehmen eingreifen. Zudem wiesen die Verbände darauf hin, dass viele Unternehmen bereits die bestehenden Leitfäden zur freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung anwenden würden.

Quelle:
http://europa.eu v. 31.10.2011

© arbeitsrecht.de - (ts)

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