Arbeit & Politik
Deutscher Betriebsräte-Preis für Airbus-Betriebsräte
Die Betriebsräte des Flugzeugbauers Airbus Operations GmbH aus Hamburg haben in Bonn den "Deutschen Betriebsräte-Preis 2011" in Gold erhalten.

©Bund-Verlag
An der Preisverleihung im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages nahmen über 250 geladene Gäste teil. Schirmherrin des Preises ist, wie auch im Vorjahr, Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales.
Mit ihrem so genannten "Engineering-Forum" haben die Airbus-Betriebsräte ein innovatives Beispiel dafür geliefert, wie auch hoch qualifizierte Beschäftigte aus dem Forschungs- und Entwicklungsbereich dauerhaft in die betriebliche Interessenvertretung eingebunden werden können. "Beteiligung ist mehr als eine Methode, sie ist eine Haltung", sagte Peter Donath, Bereichsleiter Betriebs- und Branchenpolitik beim IG Metall-Vorstand, in seiner Laudatio für den Goldpreisträger. Den Airbus-Betriebsräten sei es mit ihrem Beteiligungsmodell gelungen, ein Mitarbeiter-Forum dauerhaft zu etablieren. "Damit wurde die Betriebsratsarbeit geerdet", so Donath.
Die renommierte Fachzeitschrift "Arbeitsrecht im Betrieb" aus dem Bund-Verlag in Frankfurt am Main zeichnet mit dem "Deutschen Betriebsräte-Preis" seit 2009 das Engagement und die erfolgreiche Arbeit von Betriebsräten aus, die sich nachhaltig für den Erhalt oder die Schaffung von Arbeitsplätzen oder für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ihren Unternehmen einsetzen. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Gewerkschaften, Wissenschaft und ausgewiesenen Praktikern traf dazu eine Auswahl aus über 70 eingereichten Projekten. Beworben hatten sich Betriebsratsgremien aus nahezu allen Branchen und Regionen und den verschiedensten Unternehmensgrößen. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des "Deutschen BetriebsräteTages".
Der Gesamtbetriebsrat der Schott AG, Mainz, erhielt den Deutschen Betriebsräte-Preis in Silber. Die Interessenvertreter des Technologiekonzerns haben ein umfangreiches Projekt zum Thema Demografie aufgesetzt und dazu konkrete Vereinbarungen für die Belegschaft initiiert. Die Bronze-Auszeichnung ging an den Betriebsrat der Risse + Wilke Kaltband GmbH & Co. KG, Iserlohn. Durch eine innovative Betriebsvereinbarung konnte er die Rückkehr zahlreicher Mitarbeiter sichern, die aufgrund der Wirtschaftskrise 2009 in eine Beschäftigungsgesellschaft wechseln mussten.
Sonderpreise gingen zudem an die Betriebsräte der Deutschen Post AG, Briefzustellung Nürnberg (Kategorie "Gute Arbeit"); Aesculap AG, Tuttlingen (Kategorie "Innovative Betriebsratsarbeit"); ATIKA GmbH & Co. KG, Ahlen (Kategorie "Krisenbewältigung") und die B. Braun Melsungen AG aus Melsungen (Kategorie "Zukunftssicherung").
Der "Deutsche Betriebsräte-Preis" wird auch in 2012 wieder ausgeschrieben und verliehen. Weitere Informationen dazu und zum aktuellen Preis unter www.deutscherbetriebsraete-preis.de.
Quelle:
PM des Bund-Verlags vom 20.10.2011
© arbeitsrecht.de - (ch)
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