Arbeit & Politik

Durchschnittlich 300 Euro im Monat für Minijobber

Knapp fünf Millionen Menschen in Deutschland verdienen ihr Geld mit einem Minijob. Hinzu kommen noch 2,5 Millionen Beschäftigte, die zusätzlich zu ihrem Beruf einem Minijob ausüben. Das ist der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion zu entnehmen.

Minijobber verdienen mit ihrer Tätigkeit maximal 400 Euro im Monat. Im Jahr 2010 waren zehn Prozent der Minijobber Rentner, elf Prozent Studenten und sieben Prozent Schüler. Damit arbeiteten zwei Prozent aller Rentner und Schüler in einem Minijob sowie 17 Prozent aller Studierenden.

Über die Verteilung nach Wirtschaftszweigen macht die Bundesregierung nur Angaben in Bezug auf die Nebenjobber. Demnach gab es die meisten Nebenjobber im Handel (420.000), bei wirtschaftlichen Dienstleistern (347.000), im Gastgewerbe (273.000) und im Sozial- und Gesundheitswesen (269.000). Geringfügig entlohnte Beschäftigung wird hauptsächlich von Frauen ausgeführt, sie stellten im Dezember 2010 63 Prozent der Nebenjobber. Der durchschnittliche monatliche Bruttolohn der Minijobber belief sich auf knapp 300 Euro.

Auch zur Gruppe der Arbeitslosengeld-II-Bezieher macht die Regierung Angaben: Demnach bezogen im Dezember 2010 rund 1,4 Millionen ALG-II-Bezieher ein Erwerbseinkommen. Von ihnen waren rund 322.000 in sozialversicherungspflichtiger Vollzeit (das entspricht 24 Prozent), rund 225.000 in sozialversicherungspflichtiger Teilzeit (16 Prozent) und rund 706.000 in geringfügiger Beschäftigung tätig (52 Prozent).

Hier geht's zur Antwort der Bundesregierung (BT-Drucksache 17/6986)!

Quelle:
PM des Deutschen Bundestages vom 12.10.2011

© arbeitsrecht.de - (mst)

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