Arbeit & Politik

Deutsche Lehrer verdienen überdurchschnittlich

Deutschland gehört neben Spanien und Portugal zu den drei EU-Ländern, in denen die Eingangsgehälter von Lehrern über dem nationalen pro Kopf-Bruttoeinkommen liegen. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission hervor.

Der vom Eurydice-Netz der Kommission erstellte Bericht hat die Gehälter von Lehrern und Schulleitern in öffentlichen Schulen in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Türkei verglichen. Bildungskommissarin Androulla Vassiliou sagte, man müsse die besten Absolventen ermutigen, Lehrer zu werden – und zu bleiben. Gehälter und Arbeitsbedingungen seien für deren Entscheidung maßgeblich.

Sechs Millionen Lehrer sind derzeit in den Mitgliedstaaten beschäftigt. Der vom Eurydice-Netz der Kommission erstellte Bericht zeigt, dass in vielen Ländern die Lehrergehälter einschließlich Zulagen nahe am oberen Rand der Einkommensskala liegen. Unter Berücksichtigung von Grundgehalt und Zulagen sind die Lehrer in Luxemburg, Dänemark und Österreich innerhalb der EU am besten bezahlt. Am Ende der Gehaltsskala liegen die Lehrer in Bulgarien und Rumänien.

Ganz anders beurteilt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) die Situation - zumindest in der Führungsetage an deutschen Schulen: Hier drohe ein massiver Schulleitermangel, der auf unattraktive Rahmenbedingungen zurückzuführen sei. Zum einen würden die Rektoren an den Schulen nicht angemessen bezahlt. Anspruch auf Zulagen hätten die Schulleiter in den meisten Bundesländern erst nach erfolgreich bestandener Probezeit. Diese könne jedoch - wie in Sachsen - drei Jahre dauern. "Bis dahin wird Leitungsarbeit nur mit der Ehre, Schulleiter sein zu dürfen, entlohnt", bemängelte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann. Zudem kritisiert der Berufsverband die unterschiedliche Besoldung von Lehrkräften in den verschiedenen Schulstufen.  hat die Gehälter von Lehrern und Schulleitern in öffentlichen Schulen in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Türkei verglichen. Bildungskommissarin Androulla Vassiliou sagte, man müsse die besten Absolventen ermutigen, Lehrer zu werden – und zu bleiben. Gehälter und Arbeitsbedingungen sein entscheidend, um die besten Lehrer zu gewinnen und zu halten.

Sechs Millionen Lehrer sind derzeit in den Mitgliedstaaten beschäftigt. Der Bericht zeigt, dass in vielen Ländern die Lehrergehälter einschließlich Zulagen nahe am oberen Rand der Einkommensskala liegen. Unter Berücksichtigung von Grundgehalt und Zulagen sind die Lehrer in Luxemburg, Dänemark und Österreich innerhalb der EU am besten bezahlt. Am Ende der Gehaltsskala liegen die Lehrer in Bulgarien und Rumänien.

Ganz anders beurteilt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) die Situation - zumindest in der Führungsetage an deutschen Schulen: Hier drohe ein massiver Schulleitermangel, der auf unattraktive Rahmenbedingungen zurückzuführen sei. Zum einen würden die Rektoren an den Schulen nicht angemessen bezahlt. Anspruch auf Zulagen hätten die Schulleiter in den meisten Bundesländern erst nach erfolgreich bestandener Probezeit. Diese könne jedoch - wie in Sachsen - drei Jahre dauern. "Bis dahin wird Leitungsarbeit nur mit der Ehre, Schulleiter sein zu dürfen, entlohnt", bemängelte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann. Zudem kritisiert der Berufsverband die unterschiedliche Besoldung von Lehrkräften in den verschiedenen Schulstufen. 

Quelle:
PM der EU-Kommission vom 04.10.2011 und des VEB vom 30.09.2011

© arbeitsrecht.de - (mst)

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