Arbeit & Politik

Unternehmen für Arbeitsschutzpreis nominiert

Unternehmen, die sich in besonderer Weise um Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz kümmern, zeichnen sich nicht nur durch Verantwortung gegenüber den Beschäftigten aus. Sie sind auch attraktivere Arbeitgeber.

Diese einhellige Ansicht vertrat die mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden besetzte Jury im Wettbewerb um den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2011 und nominierte elf Unternehmen aus ganz Deutschland, die sich vorbildlich für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren.

Arbeits- und Gesundheitsschutz

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Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die Jury unter dem Vorsitz von Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Dr. Joachim Schuster, Staatsrat bei der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit der Freien Hansestadt Bremen und Marina Schröder, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bewertete Produkte oder Prozesse der Bewerber anhand von Kriterien wie Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit, Innovation sowie Übertragbarkeit in den betrieblichen Alltag. Die drei Initiatoren zeigten sich beeindruckt sowohl von der Kreativität als auch von der Bereitschaft der Bewerber über das gesetzlich festgelegte Maß hinaus in die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten zu investieren. Ein Einsatz, der sich lohnt: Die Besten von ihnen legen auf diese Weise ein verlässliches Fundament für eine leistungsstarke Wirtschaftskraft am Standort Deutschland.

Für eine Auszeichnung sind folgende elf Unternehmen nominiert:

  • bad & heizung Kreuz GmbH, Schallstadt
  • Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR
  • buw Unternehmensgruppe, Osnabrück
  • Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH, Berlin
  • Harry Wegner GmbH & Co. KG, Hamburg
  • Hoppen Innenausbau GmbH, Mönchengladbach
  • Hydro Building Systems GmbH – Werk Gerstungen
  • Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden
  • Pilkington Deutschland AG, Weiherhammer
  • RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH
  • Schweißtechnische und Lehr- und Versuchsanstalt Halle GmbH

Am Wettbewerb konnten sich aktive und innovative Unternehmen und Unternehmensverbünde sowie Berater und Forscher aus ganz Deutschland beteiligen. Die besten Konzepte und Ideen werden auf dem europaweit größten Fachkongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin mit angeschlossener Fachmesse, der A+A 2011, am 18. Oktober 2011 in Düsseldorf bekannt gegeben und prämiert. Es werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 40.000 EUR vergeben.

Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 202 Unternehmen, vom Kleinstunternehmen bis hin zum Großkonzern, aus unterschiedlichen Branchen mit ihren Beiträgen beworben. Der Deutsche Arbeitsschutzpreis wird 2011 bereits zum zweiten Mal vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ausgelobt.

Quelle:
PM des BMAS und der DGUV vom 26.08.2011

© arbeitsrecht.de - (mst)

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