Arbeit & Politik

Inflation zehrt Lohnzuwachs auf

Das WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung hat seinen neuen Halbjahresbericht vorgelegt. Ergebnis: Die Tarifabschlüsse im ersten Halbjahr 2011 liegen deutlich über denen des Vorjahres. Das wäre eine sehr gute Nachricht für alle Beschäftigten, wenn es die Inflation nicht gäbe.

Umgerechnet auf das gesamte Jahr ergeben die bisherigen Tarifabschlüsse 2011 für die rund 4,5 Millionen Beschäftigten eine vorläufige jahresbezogene Tarifsteigerung gegenüber 2010 von nominal 2,3 Prozent. Für 7,8 Millionen Beschäftigte mit länger laufenden Abschlüssen aus dem Vorjahr ergibt sich für 2011 dagegen eine jahresbezogene Tarifsteigerung von 1,8 Prozent. Insgesamt errechnet sich aus diesen Daten laut WSI für das Jahr 2011 für 12,3 Millionen Beschäftigte eine durchschnittliche nominale Tarifsteigerung von zwei Prozent.

Diese vorläufige Tarifbilanz stimme nur verhalten optimistisch, so Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs, Die Tarifsteigerungen seien zwar höher ausgefallen als im Vorjahr. Sie würden durch den unerwartet starken Anstieg der Verbraucherpreise allerdings größtenteils wieder aufgezehrt.

Zum Tarifpolitischen Halbjahresbericht geht's hier!

Quelle:
PM der Hans-Böckler-Stiftung vom 06.07.2011

© arbeitsrecht.de - (mst)

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