Arbeit & Politik

"Ü-50-Party" am Arbeitsplatz

Über ein Viertel aller Arbeitnehmer war im Jahr 2010 über 50 Jahre alt. Das zeigt der aktuelle Altersübergangsreport aus dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.

Insgesamt sind sieben Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte älter als 50 Jahre. Als Ursache für den kontinuierlichen Anstieg der Zahl älterer Arbeitnehmer benennen die IAQ-Experten das Nachrücken geburtenstarker Jahrgänge in die Altersgruppe der 50-Jährigen und Älteren und die steigende Erwerbsbeteiligung der Frauen. Zudem trägt auch ein längerer Verbleib in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, also das Hinausschieben des Erwerbsaustritts, zu diesem Ergebnis bei.

Wie die IAQ-Berechnungen auf Grundlage der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeigen, bestehen zwischen den Branchen große Unterschiede: überdurchschnittlich viele Ältere sind etwa in der öffentlichen Verwaltung tätig, in der vier von zehn Mitarbeitern über 50 sind (39,1 Prozent). Auf jeden Dritten trifft das im Bergbau, in der Energieversorgung, Abwasserwirtschaft und im Wohnungswesen zu. Allerdings gibt es in diesen Branchen einen hohen Anteil von Altersteilzeit – viele der als beschäftigt Registrierten sind faktisch nicht mehr im Betrieb tätig.

Besonders niedrig ist die Zahl der Älteren im Gastgewerbe sowie in der Informations- und Kommunikationsbranche. Auch im Baugewerbe liegt der Ü50-Anteil mit 23 Prozent klar unter dem Durchschnitt aller Beschäftigten (26,2 Prozent). sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war im Jahr 2010 über 50 Jahre alt, und ihr Anteil wird weiter wachsen. Das zeigt der aktuelle Altersübergangsreport aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.

Hier geht's zum Altersübergangsreport!

Quelle:
PM des IAQ vom 07.06.2011

© arbeitsrecht.de - (mst)

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