Arbeit & Politik

Teilhabe beginnt im Kopf

Der 5. Mai steht europaweit im Zeichen der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert, die Ausgrenzung behinderter Menschen vom Arbeitsmarkt zu beenden.

Während der allgemeine Arbeitsmarkt vom konjunkturellen Aufschwung profitiere, sei die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen im gleichen Zeitraum angestiegen. Behindert zu sein, bedeute noch immer, im Erwerbsleben benachteiligt zu sein, teilte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Elke Hannack mit.

Nach der offiziellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit waren im April rund 3,1 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, darunter befanden sich rund 183.500 Schwerbehinderte. Der insgesamt positive Trend am Arbeitsmarkt - im Vorjahreszeitraum waren es 9,5 Prozent mehr Arbeitslose - setze sich bei den schwerbehinderten Menschen nicht fort. Dort ist im Vergleichszeitraum die Arbeitslosenquote um 3,4 Prozent angestiegen.Hannack forderte, das Ziel müsse es sein, behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dazu gehöre die existenzsichernde Integration von Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt.

Der Europäische Protesttag unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf" wird von zahlreichen Aktionen begleitet, die ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung fordern. Weitere Informationen zu Veranstaltungsorten und -zeiten sind unter der Internetadresse www.aktion-mensch.de zu finden.

Quelle:
PM des ver.di-Bundesvorstandes vom 05.05.2011

© arbeitsrecht.de - (mst)

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