Arbeit & Politik
"Deutsche riestern kräftig weiter"
Im Jahr 2010 haben die Deutschen mehr Riesterrenten abgeschlossen als im Vorjahr. Aus Sicht von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen der richtige Weg, um neben der gesetzlichen Rente fürs Alter vorzusorgen.

©pixelio/Hubert van Roy
Auf das Gesamtjahr 2010 gesehen erhöhte sich die Zahl der Riester-Sparer um 1,14 Millionen (nach einem Plus von 1.106.000 im Jahr 2009) auf insgesamt 14.397.000. Allein im letzten Quartal des Jahres entschieden sich 311.000 Menschen für die staatlich geförderte Form der ergänzenden Alterssicherung, heißt es in einer Mitteilung des Arbeitsministeriums (BMAS). Bei den genannten Zuwächsen handelt es sich um Nettozuwächse, Vertragsabgänge und Kündigungen sind bereits berücksichtigt. Der Anteil der ruhend gestellten Riester-Verträge (aktuell keine Beitragsleistungen in der Ansparphase) wird für das Jahr 2008 auf rund 15 Prozent geschätzt und liegt damit unter dem Wert für nicht förderfähige Rentenversicherungen.
Ursula von der Leyen (CDU), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, sagte zu der Entwicklung: "Die Deutschen riestern kräftig weiter. Das ist gut. Sie treffen damit die richtige Entscheidung für eine ausreichende Absicherung im Alter."
Das deutsche Rentensystem - so die Ministerin - sei bewusst auf drei starke Säulen gestellt: Der Hauptpfeiler ist die gesetzliche Rente. "Mit der Rentengarantie im letzten Jahr und dem 2011 beginnenden Ausgleich behalten wir beide Seiten im Blick", sowohl die ältere Generation, die sich auf ihre Rente verlassen können muss, und die Beitragszahler, die man nicht überfordern dürfe. Zur Sicherung des Lebensstandards im Alter müsse zusätzlich vorgesorgt werden. Privat mit der Riester-Rente oder über die betriebliche Altersversorgun. Sie betonte die Förderung mittels Zulagen, Steuererleichterungen und dem Verzicht auf Sozialabgaben.
Besonders dynamisch entwickelte sich laut BMAS auch 2010 die erst zwei Jahre zuvor eingeführte Eigenheimrente ("Wohn-Riester"): Mit 81.000 Neuverträgen allein im Zeitraum Oktober bis Dezember und 294.000 zusätzlichen Policen im Gesamtjahr hat sich der Bestand im Vergleich zu 2009 auf nun 491.000 mehr als verdoppelt.
Laut einer Forsa-Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) möchten 59 Prozent der Deutschen auch bei steigender Inflation und weniger Geld in der Tasche so wie heute weitersparen. Den hohen Stellenwert der Altersvorsorge bei den Deutschen zeigt, dass 71 Prozent der Befragten speziell für ihre Altersvorsorge genauso viel Geld zurücklegen wollen wie heute, 14 Prozent sogar mehr sparen wollen.
Als sicherste Anlageformen werden in diesem Zusammenhang selbstgenutzte Immobilien (75 Prozent) und von rund zwei Drittel der Befragten Immobilien und Grundstücke als Kapitalanlagen genannt. Jeder Dritte favorisiert Kapitallebensversicherungen, 30 Prozent setzen auf Riestersparen.
Quelle:
PM des BMAS vom 18.03. und des DIA vom 16.02.2011
© arbeitsrecht.de - (mst)
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