Arbeit & Politik

Im Mittelstand sind Betriebsräte vor allem in Krisen gefragt

Eine Studie des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung belegt, dass Betriebsräte bevorzugt bei betrieblichen Problemen gegründet werden. Sei es, weil eine Privatisierung vorgenommen oder Kündigungen ausgesprochen wurden.

In kleineren mittelständischen Unternehmen in Deutschland gründen die Beschäftigten eher selten Betriebsräte. Anlass für die Gründung sind dann häufig Veränderungen oder Konflikte mit dem Arbeitgeber, zeigt eine Studie des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung. Die Studie der Wirtschaftswissenschaftlerinnen Nadine Schlömer und Rosemarie Kay wurde von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert.

Sie haben 22 mittelständische Unternehmen untersucht und verglichen. In zehn dieser Firmen gibt es einen Betriebsrat, in den anderen keine oder eine weniger verbindliche Form der Mitarbeiterbeteiligung.

In allen befragten Unternehmen mit Betriebsrat ließen sich betriebliche Probleme als konkreter Auslöser für die Wahl feststellen, beispielsweise Zukunftsängste nach einer Privatisierung, Gehaltsfragen, oder auch betriebsbedingte Kündigungen. Damit ein Betriebsrat gegründet wird, bedarf es allerdings noch weiterer Faktoren, vor allem eines Kerns engagierter Beschäftigter.

Einen detaillierten Bericht dazu lesen Sie im Böckler-Impuls, Ausgabe 5/2011 vom 16.03.2011.

Quelle:
Böckler-Impuls, Ausgabe 5/2011 vom 16.03.2011

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