Arbeit & Politik

Lokführer: Berufsgruppe mit guter Aussicht

Der Streik der Lokführer spielt sich bei einer äußerst komfortablen Arbeitsmarktlage ab. Bundesweit sind nur 744 Lokführer arbeitslos gemeldet. Bei einer Arbeitslosenquote von rund zwei Prozent herrscht Vollbeschäftigung in der Berufsgruppe.

Die GDL möchte einheitliche Tarifstandards für rund 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen - unabhängig vom Betreiber. Eine Kernforderung sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers DB sowie fünf Prozent Aufschlag auch bei den Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn.

Auch wenn die Gewerkschaft mit dem Lohngefüge in der Branche nicht zufrieden ist - die Arbeitslosenzahlen sind kein Grund zur Sorge. Im Februar zählte die Bundesagentur für Arbeit 418 gemeldete Stellenangebote. Da aus Untersuchungen bekannt ist, dass nur 39 Prozent der offenen Stellen gemeldet werden, kann von insgesamt über 1.000 offenen Stellen ausgegangen werden - also mehr als eine je Arbeitslosen. Im Vergleich dazu müssen mehr als vier arbeitslose Kraftfahrzeugführer um ein Stellenangebot konkurrieren, heißt es in einer Mitteilung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Zwar sind Arbeitslose Lokführer und Stellenangebote für Lokführer regional recht unterschiedlich verteilt: So gibt es in Ostdeutschland 432 Arbeitslose, aber nur 35 gemeldete Stellen. Doch regionale Mobilität sollte bei einem Beruf wie Lokführer eigentlich keine größere Hürde darstellen.

Quelle:
dpa vom 10.03., PM des IW vom 08.03.2011

© arbeitsrecht.de - (mst)

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