Arbeit & Politik

Deutschland erholt sich von der Krise

Im nächsten Jahr wird Deutschland mit seiner Wirtschaftsleistung wieder an den Vorkrisenstand anknüpfen. Das geht aus dem aktuellen Wirtschaftsausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hervor.

Die deutsche Wirtschaft erholt sich gegenwärtig ungewöhnlich kräftig und profitiert dabei vom anziehenden Welthandel, heißt es in einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die ebenfalls steigende Binnennachfrage dürfte zu ausgewogenem Wachstum beitragen, auch wenn die deutsche Wirtschaft weiterhin einen hohen Überschuss im Außenhandel aufweisen wird.

Für 2011 rechnet der Bericht für Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent und 2,2 Prozent im Jahr 2012. Davon profitiere vor allem der Arbeitsmarkt, der ungewöhnlich robust durch die Krise gekommen sei. Die nach internationalen Standards berechnete Arbeitslosenquote würde von aktuell 6,9 Prozent in zwei Jahren auf 6,2 Prozent sinken. Das dürfte wiederum Lohnwachstum und Vertrauen der Verbraucher stärken. Der private Konsum würde somit in den kommenden beiden Jahren jeweils um deutlich über ein Prozent zulegen, so die Prognose.
Für alle 33 OECD-Staaten zusammen rechnet die OECD mit einem Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent im kommenden Jahr und für 2012 mit 2,8 Prozent. In den Schwellenländern erwarten die Experten ein deutlich schnelleres Wachstum als in den OECD-Ländern; das beflügelt den Welthandel.



Nach Ansicht der OECD sollten die Mitgliedstaaten der Organisation nun mit der Konsolidierung der Staatsfinanzen beginnen, um so den Übergang zu einem selbsttragenden Aufschwung zu bewerkstelligen.  Das sei notwendig, um Defizite und Schulden zu senken und um Handlungsspielräume für künftige Fiskalpolitik zu schaffen und letztlich Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln.

Quelle:
PM der OECD vom 18.11.2010

© arbeitsrecht.de - (mst)

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