Arbeit & Politik

Mitarbeitermeinung unerwünscht

Der Großteil der Unternehmen ignoriert das Feedback der Belegschaft und senkt damit nicht nur die Bereitschaft der Mitarbeiter zu mehr Engagement, sondern auch deren Loyalität.

Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine aktuelle Studie zur "Zukunft des Mitarbeiterengagements", die von der Personalmanagementberatung "Hewitt Associates" bei europaweit 150 Unternehmen erhoben wurde. Kritisiert wird, dass Anregungen der Angestellten viel zu oft verpufften. Denn "Mitarbeiter zu befragen, ist nur dann sinnvoll, wenn man das daraus gewonnene Feedback in die Geschäftsabläufe einbringt".

Laut Studie konnten nur 16 Prozent der befragten Unternehmen das Engagement der Mitarbeiter in den vergangenen beiden Jahren steigern - Tendenz sinkend. Und das, obwohl immerhin 85 Prozent der Betriebe ihre Angestellten innerhalb dieses Zeitraumes befragt haben.

Die Studiendaten legen den Schluss nahe, dass viele Unternehmen die eigenen Mitarbeiter nur aus administrativen Gründen befragen. Bei Unternehmen mit hohem Mitarbeiterengagement ist das anders. Ermittelt wurde zudem, dass die Hälfte der Unternehmen weltweit signifikant an Mitarbeiterengagement verloren hat.

Da der Rückgang der stärkste seit 15 Jahren ist, müssen die Unternehmen reagieren. Denn sie sind im Zuge von Kosteneinsparungen und der Verschlankung von Prozessen in der Krise auf die Mithilfe der Mitarbeiter angewiesen. Maßnahmen müssten als Antwort auf Feedbacks rasch erfolgen.

Quelle:
PM von pressemitteilungen-online.de v. 23.09.2010

© arbeitsrecht.de - (ts)

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