Arbeit & Politik
Mehr Geld für Ausbildungsbeihilfen
Rückwirkend zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August 2010 bekommen rund 361.000 junge Menschen mehr Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld.
Die Leistungen erhalten Auszubildende, bei denen der eigene Lohn oder das Einkommen der Eltern nicht ausreichen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Erhöhung habe ein Gesamtvolumen von 30,7 Millionen Euro, teilt bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit.
Von den 361.000 jungen Menschen sind 125.000 in der klassischen dualen
Berufsausbildung und 62.000 in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen.
78.000 erhalten Ausbildungsgeld für behinderte junge Menschen. Rund
20.000 sind Teilnehmer an einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung
und rund 77.000 befinden sich in einer außerbetrieblichen
Berufsausbildung.
Die Bedarfssätze für den Lebensunterhalt bei beruflicher Ausbildung und bei Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen steigen um zwei Prozent. Die Freibeträge bei der Anrechnung von Ausbildungsvergütung oder Elterneinkommen steigen um drei Prozent. Zusätzlich werden die staatlich geförderten Beiträge zur Riester-Rente vom anzurechnenden Einkommen freigestellt.
Die Anhebung der Leistungen folge wie üblich der Anhebung des BAföG, der Ausbildungsförderung für Schüler sowie für Studierende nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz. Die BAföG-Anhebung war bereits am 21. April 2010 vom Bundeskabinett beschlossen worden. Nach der Einigung im Vermittlungsausschuss hatte am 15. Oktober 2010 auch der Bundesrat dem Gesetzentwurf zugestimmt.
Quelle:
PM des BMAS vom 27.10.2010
©
arbeitsrecht.de -
(mst)
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