Arbeit & Politik
Mehr Geld für Schwerbehinderte
Den Arbeitsmarkt für Menschen zu öffnen, die sonst kaum eine Chance auf einen Job haben - dieses Ziel verfolgen fast alle Bundesländer mit ihren Schwerbehindertenprogrammen. Hessen hat sein Fördermaßnahmen jetzt verlängert und das Budget aufgestockt.
Das Hessische Schwerbehindertenprogramm, mit dem die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben gefördert werden soll, wird bis zum 31. Dezember 2012 verlängert und die Mittel auf insgesamt 15,4 Millionen Euro aufgestockt. Damit sollen laut Stefan Grüttner, Hessischer Sozialminister, dauerhaft Arbeitsplätze für Menschen geschaffen werden, die sonst auf dem Arbeitsmarkt mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen hätten. Seit 2006 stehen jährlich 2,2 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe für dieses Programm bereit. Bis Juni 2010 wurden so 461 zusätzliche Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt geschaffen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Hessen steht gut da in Sachen Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt. Mit einer Beschäftigungsquote bei öffentlichen Arbeitgebern von über 7,3 Prozent ist das Land bundesweiter Spitzenreiter. Auch die Beschäftigungsquote von knapp vier Prozent in der Privatwirtschaft sei eine sehr beachtliche Leistung, erklärte der Sozialminister.
Neben dem Hessischen Schwerbehinderten-Programm sorgen verschiedene Bund-Länder-Arbeitsmarktprogramme dafür, dass die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen verbessert wird. Das Bund-Länderprogramm JOB 4000 etwa schafft neue Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen, neue Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Jugendliche und unterstützt die Förderung schwerbehinderter Menschen durch Integrationsfachdienste. Hessen will sich für die Fortsetzung des Förderprogramms aussprechen. Ähnliche Förderprogramme existieren in den meisten Bundesländern.
Quelle:
PM des hessischen Sozialministeriums vom 21.10.2010
© arbeitsrecht.de - (mst)
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