Arbeit & Politik

Innovative Arbeitsplätze

Die Europäische Kommission hofft auf Wirtschaftswachstum und Millionen neuer Arbeitsplätze. "Innovationsunion" heißt die Schlüsselinitiative für die kommenden zehn Jahre.

Nach Einschätzung der europäischen Kommission könnte das Projekt "Innovationsunion" dafür sogen, dass über drei Millionen Arbeitsplätze entstehen und das Bruttoinlandsprodukt der EU um rund 800 Milliarden Euro steigt.

"Wenn wir Europa jetzt nicht zu einer Innovationsunion umbauen, werden unsere Volkswirtschaften verkümmern, während Ideen und Talente brachliegen. Europa wird nur durch eine tiefgreifende Verbesserung seiner Innovationsleistung in der Lage sein, dauerhaft gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen, die dem Druck der Globalisierung standhalten", sagten Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn und der für Industrie und Unternehmertum zuständige Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani bei der Vorstellung des Projektes.

Mit Hilfe europäischer Partnerschaften mit öffentlichen und privaten Akteuren auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene sollen innovative Ideen angeschoben werden. Mit neuen Regeln für grenzübergreifendes Risikokapital erhofft sich die Kommission einen leichteren Zugang zu Finanzmitteln. Bestehende Forschungsinitiativen will sie aufstocken. So sollen Bemühungen Europas und die Zusammenarbeit mit Drittländern auf Herausforderungen wie Klimawandel, Energie- und Ernährungssicherheit, Gesundheit und Bevölkerungsalterung konzentriert werden.

Neue Forschungsprogramme ab 2011

Ein Forschungsprogramm zur Innovation im öffentlichen Sektor und im Sozialbereich werde 2011 aufgelegt, heißt es in einer Mitteilung. Ebenfalls für das kommende Jahr hat die Kommission einen Gesetzesvorschlag für ein moderneres Normensystem in der EU und Vorschläge für Patente und Lizenzen angekündigt. Strukturfonds und staatliche Beihilfen von 86 Milliarden Euro für den laufenden Zeitraum bis 2013 sollen besser für Forschung und Innovation eingesetzt werden.

Die Nationalen Regierungen sind aufgefordert, besondere Haushaltsmittel für die öffentliche Beschaffung innovativer Produkte und Dienste vorzusehen. Für Innovationen, die der Verbesserung öffentlicher Dienste dienen, könnte dadurch ein Beschaffungsmarkt in einer Größenordnung von mindestens zehn Milliarden Euro jährlich entstehen, so die Prognose der EU Kommission.

Im Dezember werden sich die Fachminister der EU-Mitgliedsstaaten und die Staats- und Regierungschefs mit der "Innovationsunion" befassen. 

Quelle:
PM der Europäischen Kommission v. 06.10.2010

© arbeitsrecht.de - (mst)

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